Was ein Genöle ... (Aktueller Betrieb)

Blaschke, Sonntag, 01.07.2018, 16:31 (vor 2861 Tagen) @ Alibizugpaar

Huhu.

Jedenfalls habe ich mich beim schläfrigen Ritt über die NBS gefragt, was an dieser Fahrt eigentlich sprinterig und Hochgeschwindigkeitsverkehr sein soll? Gab es nicht diese Tage eine deutliche Kritik aus EU-Brüssel um den nicht in die Puschen kommenden Schienen-HGV in Europa?


Deutschland ist da der Welt voraus. Wir entdecken die Langsamkeit neu!

Guck dir an, wie pleite die Franzosen mit ihrer ganzen Raserei sind. Da lassen wir es gemütlich angehen.

Die genannten Werte schafft jeder moderne VW Golf

außer er muss durch eine der vielen Autobahnbaustellen ...

und daß wir in Fulda durchgefahren sind, das kann nicht der einzige Reißer sein, denn die ICE Hamburg - Frankfurt fahren auch ohne Halt durch Fulda und das sind keine Sprinter.

Und früher fuhr man mit einer Linie in Bebra durch. Waren das noch Zeiten ...

Wie oft und gern wirbt die DB für ein Tempo 300-Erlebnis im ICE. Aber die gestrigen Fahrzeiten könnten auch für einen alten InterRegio stehen.

Du bist ja soooooo gemein. Interregio ... pfui.

Wozu diese häufigen Schleichereien?

Langsamkeit ist 'in'.

Les mal, was ProBahn in der letzten Zeitung zum Deutschland-Takt von sich gab. Deutliche Verlängerung der Haltedauer in den großen Knotenbahnhöfen. Die schreiben selbst, Hamburg München würde ca 30 Min länger dauern. Da haut es einem das Ozon aus der Lampe.

Ganz nebenbei frage ich mich natürlich auch, wie ein ICE früh morgens vor 6 Uhr überhaupt schon wieder verspätet sein kann.

Geht auch ohne ICE. Wie oft war selbst Wochenend-morgens der erste Fernzug aus Hamburg auf den mickrigen 250 km bis Osnabrück soviel zu spät, dass ich in Münster den Anschluß nach Coesfeld verpaßte ... Irgendwann läßt man es dann bleiben, mitzufahren ...

Ich erlebe nicht selten verspätete Bereitstellungen.

Das ist aber nichts neues. Wenn ich an die TMT-Zeiten in den 1980/1990er-Jahre denke: wie oft war man in Hamburg morgens zu doof, einen Zug pünktlich bereitzustellen. Selbst der erste für Fahrgäste freigegebene ICE, der am Tag vor Fahrplanwechsel als IC nach München fuhr, wurde unpünktlich bereitgestellt.

Habe aber das Gefühl, daß bei der Bahn fast überall der Wurm drin steckt.

Auch nichts neues. Hab hier grad ne seitenlange Berichterstattung an die DB über die Erlebnisse mit dem "Interregio-Spezial" gefunden. Stammt aus 1998. Wenn man da IR durch IC ersetzt, könnte ich den Text auch anno 2018 verfasst haben.

Darum ist das "wir müssen besser werden"-Gelaber der Plüschetage ja auch nur mit Humor und Lachen zu ertragen. Ich mache mir nur immer Sorgen, dass da womöglich mancher noch dran glaubt.

Nach Auskunft des Zub auf dem RE dann nach Kiel war der Ausfall wegen Tf-Personalmangel. Nanu, dabei ist DB Regio nahezu konkurrenzlos und fast exklusiv in S-H unterwegs.


"Konkurrenzlos" ist im DB-Reich immer schlecht für die Kundschaft. Denn dann wird die DB nicht wirklich zu Leistung inspiriert.

Dann können noch viele hundert Milliarden verbetoniert werden und die Schiene wird doch nie eine ernst zu nehmende Konkurrenz zu Auto und Flugzeug.


Das wird sie ohnehin nie.

Du liest ja regelmäßig, wie selbst Bahnbefürworter mit minimalsten Fortschritten höchst zufrieden sind - wenn 9% statt 8% Zug fahren z.B. Oder den Fortschritt gleich ablehnen. Und die Zustände dann schön reden und verteidigen. Wer aber sonst sollte Druck machen?


Schöne Grüße von jörg


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