Da staune ich aber. (Reiseberichte)

gnampf, Samstag, 02.06.2018, 11:59 (vor 2849 Tagen) @ heinz11

Und zwar mächtig gewaltig. Bei allen anderen Themen, bei denen es um weit tiefere Eingriffe in die Grundrechte geht als bei einem Atemalkoholtest, rollt hier die Bugwelle der Mehrheitsmeinung durchs Forum:

"Ich habe nichts zu verbergen, die können mich ruhig überwachen, ist doch überhaupt kein Problem!" Der Alkoholtest wäre mal DAS Anwendungsgebiet für dieses Argument.

ja und? Ich bin nicht die Mehrheit des Forums, ich bin ich und das geschriebene ist meine Meinung. Wo habe ich mich dazu bereit erklärt mich überwachen zu lassen mit der Begründung "ich hab doch nichts zu verbergen"?

Die Agumentation, daß erstmal andere Berufsgruppen mangels technischer Sicherung so etwas benötigten, ist schief. Sie impliziert, daß Alkoholfahrten bei Lokführern nicht soo schlimm seien, da ja noch genug technische Systeme vorhanden sind, die das alkoholbedingte Fehlverhalten entschärfen.

Willst du denn abstreiten das bei einem Lokführer unter Alkoholeinfluß die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls geringer ist als bei einem LKW- oder Busfahrer unter Alkoholeinfluß? Wir können ja stattdessen auch anfangen bei z.B. den Angestellten im Supermarkt, als erstes müssen die also morgens einen Alkoholtest ablegen. Denen ist es ja auch verboten ihren Job unter Alkoholeinfluß auszuüben... wie eigentlich bei allen Berufen. Leben rettet die Überwachung da aber wohl keine. Beim PKW-Fahrer sähre das dagegen wohl anders aus, selbst wenn er nicht beruflich unterwegs ist.


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