Anderer Grund für Nichtreinigung ... (Reiseberichte)

Reservierungszettel, KDU, Freitag, 01.06.2018, 19:08 (vor 2853 Tagen) @ Baselaner

Die Faltblätter verteilen teilweise sogar die Lokrangierführer. Und reinigen darf auch nicht jeder! Klingt blöd wenn es nur "ums Müll einsammeln" geht, ist aber so. Denn du hast als Arbeitgeber für deine Mitarbeiter die Pflicht auf die Gesundheit zu achten. Und Müll ist ein "gefährlicher Stoff", wo du nicht nur unterwiesen werden musst, sondern auch die Untersuchungen und Vorbeugungen bekommst. Eben genau, damit der Mitarbeiter nicht Krank wird. Da geht es um solche Themen: Welche persönliche Schutzausrüstung ist zu tragen, welche Farben stehen wofür und wo kommt der Müll hin. Du kannst und darfst die Säcke ja nicht wild irgendwo hinschmeißen. Ist ja bekanntlich auch ein Umweltthema.


Das der Müll der in Zügen anfällt "gefährlich" war mir nicht bekannt.


Du kannst ja mal ohne Handschuhe die Arbeit machen, bzw. den Müll an offene Wunden kommen lassen. Klingt wenig, ist es aber nicht! Denn von nur Plastigmüll über Lebensmittel bis hin zu Körperflüssigkeiten ist da alles dabei!

Diese Gefahren sind mir bekannt, jedoch hast du es so Formuliert das der angefallene Müll als solcher gefährlich ist. Demzufolge hätte der Zug gar nicht fahren dürfen.

Reiniger haben auch "nur" Handschuhe an.


Nein haben sie nicht. Schau nochmal genau hin. ;)

Mag sein das sie in den Werken noch was anderes tragen - die mir bekannten Reiniger Stationär und Unterwegs tragen einmalhandschuhe aus Plastik. Oder meinst du die Dienstkleidung - die hatte ich mal vorausgesetzt.

Zudem das mit den Farben kannst du zumindest im Zug vergessen - das landet alles in einem großen Container, aber das ist dir bestimmt noch nicht aufgefallen oder?


Verschiedene Faben gibt es nicht nur beim Müll. Beim Putzen werden z.b. auch verschiedenfarbige Lappen benutzt. Nur mal als Beispiel.

Bei den Lappen macht es ja sinn, mit einem WC Lappen sollte man keine Tische wischen ;) Nur solange der Müll von Bahnhof und Zug am Ende doch einer Tonne landet ist eine Trennung sinnlos.

Zum Thema hinschmeißen der Säcke aus dem Restaurant - wie erwähnt wurde da es an einem Knotenbahnhof war hätte man sie sehr wohl auf den Bahnsteig stellen können - es sei denn es war in Berlin, da nicht.


Und wer räumt den denn weg?

An den festgelegten Bahnhöfen sollte das der örtliche Bahnhofsreiniger machen. Wer sonst? Nur mal als Beispiel in Köln, München, Frankfurt, Stuttgart und Hamburg etc. werden sich zu fast jeder Tageszeit irgendwo Müllsäcke/Kartons finden, wo kommen die bloß her?

Das muss alles abgestimmt werden. Deswegen werden die überwiegenden Reinigungen auch in den Innenreinigungsanlage gemacht. Denn du musst den Zug auch wieder befüllen. Zeitungen, Klopapier, etc.

Keine Frage, gibts neuerdings auch Ausschlusszeiten zum Müll entsorgen auf Bahnhöfen.

Die Zeit unterschätzt du sehr leicht. Den kompletten Zug zu reinigen dauert ca. eine Stunde. Dazu gehört natürlich nicht nur den Müll einsammeln und Geschirr wegräumen. Es muss z.B. noch gesaugt werden, die Toiletten gereinigt und aufgefüllt werden, sowie Grobarbeiten wie neue Müllsäcke anbringen und zum Teil Fenster putzen. (Aufzählung nicht vollständig) Nachts werden i.d.R. auch die die Auffangbehälter der WCs geleert und Frischwasser gefüllt. Das wurde sicher auch nicht gemacht, wenn es schnell gegen muss. Und 20 Minuten sind für den Prozess nichts. Für den Kunden kommt es schnell rüber - so einfach ist es aber nicht. Gerade, wenn die Planung über den Haufen geschmissen wird, weil der Zug gebraucht wird.


Geschirr wegräumen ist Aufgabe der Zub. Wird leider oft vernachlässigt, das Thema hatten wir schonmal...

Gesaugt wird nicht überall und Fester werden nicht immer geputzt oder meinst du von innen?


Gesaugt werden sollte einmal täglich, wenn ich das noch richtig im Kopf habe. Von daher weiß ich nicht was du meinst.

Das nicht immer gesaugt wird, was ist daran unverständlich? - Als Beispiel sein ein Besuch in einem Werk genannt, dort wurde in der entsprechenden Nachtschicht nichts gesaugt Krümel wurden mit Zeitungen und IRP weggefegt, soviel zu es sollte gesaugt werden.

Das hätte in diesem Fall schon geholfen und schon kommt der Zug beim einsteigen viel Angenehmer rüber.


Selbst dann ist das zu wenig. Denn der Zug sieht immer noch innen dreckig aus. Da machen 3 Müllsäcke nicht viel aus!

Besser als gar nichts, aber ich merke schon es kommt mal wieder die Typische bringt nichts Haltung durch. Sagst du das auch einem Vorgesetzten so: Ach, Chef kommen sie eine grobe Reinigung bringt doch nichts lassen sie uns lieber einen Kaffee trinken.

Wie du merkst ist das Thema komplizierter als Gedacht. Nicht nur der Arbeits- und Umweltschutz spielen hier eine große Rolle. Auch die Organisation muss stimmen. Wie gesagt: es darf eigentlich nicht passieren, kommt aber immer wieder vor. Zwar sehr sehr selten, aber leider doch. Deswegen hoffe ich, dass du etwas mehr "Verständnis" hast. Schließlich heißt es ja immer: "Wir bitten um Verständnis". Und damit schließt sich wieder der Kreis zur Zugfahrt. ;)


Das ist eben das Ergebnis wenn überall gesparrt wird...


Wie würde User Twindexx sagen: Schuld sind die anderen, denn schließlich könnte der Kunde ja mehr zahlen. Dann würde auch richtig Qualität geliefert. ^^

Schuld sind komplexe Kommunikationswege - es hätte auch ein anderer Tz auf die Strecke geschickt werden können und dieser dann später wenn er Gereinigt ist.


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