Uhrzeitumstellung Grosser Aufwand und wofür? (Aktueller Betrieb)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 27.03.2018, 08:52 (vor 2934 Tagen) @ Aphex Twin

Die Frage ist warum es 'genau' 1 Uhr ist.

Nicht 'genau' 1 Uhr. Aber vorher auf keinen Fall.

Es kann sein Du mindestens 20 Stunden Wachzeit brauchst, denn alle anderen äusseren Faktoren ändern sich entweder von allein massiv über das Jahr (wenn die Sonne untergeht) bzw. sind änderbar (wann Du etwas isst, Fernsehen schaust und ähnliches).

Glaube ich nicht, im Urlaub schlafe ich zwar nicht unbedingt früher, aber dafür um so länger.

Es kann sein, dass Deine Schlafzeit von drei bis vier Stunden (wahrscheinlich mit anderen Zeiten am Wochenende), das maximale ist was Dein Biorhythmus eingepresst in ein 24-Stundenkorsett hergibt, aber auch hier sollte ein früheres Aufstehen um z.B. 10 Minuten pro Tag eine Verschiebung um eine Stunde ohne bedeutende zusätzliche Belastung hergeben.

Bestes Beispiel heute früh - Wecker klingelt nach Sommerzeit richtig, mein Unterbewußtsein sagt "da stimmt was nicht", und der Wecker plärrt neben meinem Kopfkissen ne Stunde, bis ich ihn erst wahrnehme. Und auch über die Lautstärke meines Weckers hat "Frau Blockwart" schon ein Diskussionskerzchen angezündet. Wenn ich schlafe, schlafe ich, da kann kommen, was will. Eine Exfreundin sagte mal, man könnte, wenn ich schlafe, mir das Bett unterm Hintern weg ziehen, und in bester Cartoon-Physik-Manier würde ich erst dann auf den Boden plumpsen, wenn ich wach werde und feststelle, daß da kein Bett mehr ist.

Dein Fall wird aber wohl eine extreme Ausnahme sein. Psychologisch kann es sein dass ein mehrmaliges 10-minütiges früheres Aufstehen ohne absolut nicht ausweichbaren 'Grund' (Arbeitsbeginn) schwieriger ist, als eine einmalige Verschiebung um eine Stunde. Physiologisch dürfte aber die 6x 10-Minuten Variante deutlich weniger belastend sein.

Zumal 10-Minuten-Schritte für mich ohnehin blöd sind, die Straßenbahn fährt so früh alle Viertelstunde, der Zug, den ich am Bahnhof erreichen muß, sogar nur alle halbe Stunde. Daher machen Verschiebungen um kleinere Intervalle keinen Sinn, und mein Körper, der um die Zeit gerade in der Phase des tiefsten und erholsamsten Schlafs ist, sagt "bleib liegen, bringt ja eh nix, wenn Du jetzt schon aufstehst, bist ja trotzdem nicht früher im Büro".

Generell ist es so, daß ich mit Zeitverschiebungen, die "kürzere Tage" bewirken, massiv Schwierigkeiten habe. In der anderen Richtung hingegen überhaupt nicht. Ich kann problemlos sonntags von Deutschland in die USA fliegen, komme dort abends in mein Hotel (was bei sieben Stunden Zeitunterschied zu Deutschland schon irgendwo zwischen tiefster Nacht und frühem Morgen in Deutschland heißt), und Montagmorgen um 8 sitze ich dort in der ersten Besprechung und bin fit wie ein Turnschuh. Trotz des miesen Kaffees. Nach dem Rückflug hänge ich aber mehrere Tage in den Seilen. Gut, da kommt zur Zeitverschiebung ja noch eine fehlende Nacht hinzu...

Immer noch gegen dieses Stundengefrickel seiende Grüße
der Colaholiker

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