HSL-Zuid Seifenoper (186): Surrogate fahren Strecke kaputt! (Allgemeines Forum)

SPFVG, Sonntag, 11.03.2018, 01:08 (vor 2986 Tagen) @ Chrispy

Infraspeed, the PPP concessionaire responsible for maintaining HSL South, is seeking €10m in damages from the Dutch Ministry of Infrastructure amid claims that use of conventional locomotives and rolling stock [1, 2] instead of lightweight [3] high-speed trains on domestic services is causing excessive wear-and-tear on the track.


Das ganze Thema ist viel komplexer als nur Achslasten. Radprofile, Antriebssystem, Federung, Dämpfung, Geschwindigkeit, Eigenfrequenzen, Radführung des Drehgestells etc. spielen bei der Abnutzung ebenfalls eine grosse Rolle. Wäre die HSL-Zuid in den Bahnbetreiber integriert, würde die Infrastruktur und Bahnsparte wahrscheinlich zuerst Studien erstellen um den Grund der erhöhten Abnutzung zu finden. Danach würden dann Massnahmen ergriffen. Heute gibts halt gleich einen bösen Brief vom Anwalt. Das ist halt der nachtiel einer PPP. Der private Teil einer solchen Gesellschaft, möchte den Ertrag maximieren und solche Forderungen gehören zu ihrer Strategie. Über Investitionen entscheiden nur noch Betriebswirtschafern und kommuniziert wird stehts durch Anwälte. Die Ingenieure stehen an der Seitenline und müssen dem Zirkus zuschauen.

Zu 1: wenn lokbespannte Züge wirklich der Grund der Schäden seien, wieso gibt es denn keine Meldungen von Streckenschäden aus der Schweiz (genauer, Bern-Olten)?


Schäden gab es auf dieser NBS bereits nach 10 Jahren. Allerdings hatte dies wohl kaum etwas mit dem Rollmaterial zu tun, sondern mit der Wartung. Ein paar "schlaue" Köpfe bei der SBB hatten die grandiose Idee beim Schienenschleiffen zu sparen, was zu Riffelbildung und schliesslich zu Rissen und Brüchen im Schienenkopf führte. Hierzulande fahren jedoch auch die Re460, welche für ihr Schienenschonendes Fahrwerk bekannt sind. Ob man dies auch von den NS-Traxxen mit ihrem, in diesem Forum viel kritisierten, Tatzlagerantrieb sagen kann, weiss ich nicht.

Ach Du liebes Bisschen die haben Tatzlager und man fährt damit 160? Na Prost Mahlzeit, den Prozess gewinnt der Infrastrukturbetreiber. Tatzlager hat ne schöne, große ungefederte Masse, was sich "optimal" auf den Schienenverschleiß auswirkt .. v.a. wenn man schnell fährt. Der Effekt ist dabei schlimmer als ne Änderung bei der Achslast, wobei die bei der Traxx natürlich noch oben drauf kommt.

Noch zur SBB: Das würde dort niemanden groß interessieren, da der Infrastrukturbetreiber auch zur SBB gehört. Linke Hosentasche, rechte Hosentasche. Allerdings wurde die RE460 trotzdem besonderns gleissschonende konstruiert - v.a. im Kurvenlauf. So was leistet sich heutzutage keiner mehr.


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