der gedruckte SPIEGEL motzt mächtig rum. (Allgemeines Forum)

Mike65, Samstag, 09.12.2017, 12:27 (vor 3049 Tagen) @ Blaschke

Dem dauert das zu lange. 4 Std seien inakzeptabel. Die magische Grenze für Flugfreaks läge bei 3 Stunden. Frankreich mache das vor. Der Schnellzug Marseille Paris schaffe das sogar und lasse zur Not sogar Lyon aus.

Das ist im Prinzip richtig, das Kriterium ist, ob man einen Hin- und Rückweg an einem Arbeitstag schafft. Machen wir mal den Vergleich:

Flug:
0:45 Anfahrt zum Airport Franz-Josef-Strauß
1:00 Aufenthalt am Flughafen für Sicherheitskontrolle etc.
1:15 Flug
0:30 Taxifahrt zum Ziel in Berlin
__________
3:30 Summe

Bahn:
0:15 Taxi zum HBf München
0:10 Pufferzeit vor Abfahrt
3:55 Fahrt mit Sprinter
0:15 Taxi vom HBf Berlin zum Ziel
__________
4:35 Summe

Bei 3h Bahnfahrzeit hätte man etwa Gleichstand erreicht.

Bedarf besteht, die zur Zeit 10 LH-Flüge sind bis Anfang Januar komplett ausgebucht und kosten im Business-Bereich mindestens 600€. Hier hätte die Bahn auch mehr Werbung machen können, z.B. durch Übernahme von bereits gebuchten Air-Berlin-Tickets.

Grundfehler laut SPIEGEL ist die seiner Meinung nach sinnlose Führung über Erfurt, was ein irrer Umweg sei. Aber der damalige thüringische Ministerpräsident Bernhard Vogel habe das so gewollt und durchgesetzt.

Ich glaube, dass die Zeit eher auf den nicht ausgebauten Strecken verplempert wird.
In Deutschland ist das Hochgeschwindigkeitsnetz mehr oder weniger Flickwerk geblieben.
Wenn man schon eine neue SFS baut, warum muss diese ausgerechnet in Bamberg enden, anstatt sie bis Nürnberg durchzuziehen und dort an die bestehende Strecke nach Ingolstadt anzubinden?

Meiner Meinung nach könnte man mit punktuellen Verbesserungen mehr erreichen, als einzelne Abschnitte prestigeträchtig auf 300 km/h auszubauen. Wenn die Züge durchgehend 250 km/h fahren, kommen sie schneller ans Ziel, als immer wieder von 300 auf 160 oder weniger herunterzubremsen.


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