Eine Grundsatz-Abrechnung (Aktueller Betrieb)

Blaschke, Samstag, 28.10.2017, 21:25 (vor 3081 Tagen) @ Garfield_1905

Tach.

Wie sollte denn eine 'Verbesserung der Zustände' Deiner Meinung nach aussehen ?

Ganz einfach. Mit reichlich Personal. Was ja da wäre. Stattdessen finanzieren wir Faulenzerei und wollen zusätzliche Arbeitskräfte nicht im Land haben. Arbeit ist bei der Eisenbahn mehr als genug da. Da reicht ein Blick auf etliche Bahnanlagen jenseits des Hochglanzes. Nun kostet Arbeit nicht nur, sondern bringt natürlich auch Einkommen und Umsatz. Es ließe sich also ein gigantischer Konjunkturschub erzeugen. Und die Eisenbahn zu einem exzellenten Vorzeigebetrieb verwandeln.

Ich gehe mal davon aus, das sie in jedem Fall einen Mehraufwand bedeuten würden, so das Du ggfs. auch die Finanzierung Deiner möglichen Vorschläge / Wünsche nennen solltest.

Ja, natürlich mit Geld. Mit viel Geld. Geld ist genug da. Wenn es politisch gewollt ist, ist immer reichlich Geld da. Ein flächendeckend funktionierende Eisenbahn ließe sich problemlos finanzieren. Wenn man es nur will.

Möglicherweise würde das dann zu Lasten Deines geliebten Straßennetzes gehen.

Ja, und dagegen spräche auch nichts. Und ich liebe das Straßennetz nicht - ich sage nur, es ist bedeutend besser als das Schienennetz. Aber diese Entwicklung will ja niemand korrigieren oder meinst du, das geschieht von allein? Ganz ohne politischen Druck. Wohl kaum. Gut, für die meisten scheint ja aber auch alles in Ordnung zu sein.

Auf Dauer werden wir nicht 2 Verkehrsnetze nebeneinander in top Zustand halten. Gerade las ich, dass im Schienenverkehr bald schon wieder mal das Geld aus ginge. Also soll die Schiene immer nur Lückenfüller bleiben? Das ist für dich also völlig in Ordnung!?!! Dann so zu tun, als sei der Straßenverkehr ein Elend, um sich zu beruhigen, dass die Eisenbahn ja gar nicht so übel sei, ist blanker Selbstbetrug und eben weltfremd und nicht zukunftsweisend, weil die Dauernutzer der Straße eben im Vergleich zum derzeitigen Zustand der Eisenbahn anderes erleben.

Da Du ja damit nach eigenen Worten nie Probleme hast, muß es ja derzeit zumindest fast perfekt sein. Komisch nur, das z.B. die Baustellen und die damit verbundenen Umstände dann offenbar nur in meinem Bereich sein müßten (= ja, ich habe auch ein Auto, das ich auch nutze(n muß) ). Tja, da sag' ich mal: Erstaunlich ... :-)

Ich habe täglich sogar 3 bzw. 4 Großbaustellen auf der Autobahn. Kostet selten mehr als 10 Min. Und jetzt? Ansonsten habe ich in der Tat selten Probleme. Herr Blaschke ist für seine Pünktlichkeit berüchtigt. Bestätigen zumindest meine Kunden immer wieder. Kannst sie alle fragen ...

Abgesehen davon wirst du kaum einen Beitrag von mir finden, wo ich Bauarbeiten bei der Eisenbahn kritisiere. Im Gegenteil. Oft genug verteidige ich die Bauarbeiten. Und wenn dann REALISTISCHE Baufahrpläne erstellt werden, ist alles okay. Nach der Wende in der DDR habe ich sowas erlebt. Geht also. Kostet nur u.U. eben auch wieder Geld für zusätzliche Garnituren z.B. Aber das ist ja da.

So, das soll es jetzt aber gewesen sein. Vermutlich wird ja auch das bewußt falsch verstanden werden wollen. Aber das kann und will ich dann auch nicht mehr ändern. Und von eigenen Ideen und Verbesserungsvorschlägen ließt man ja eh nichts. Es reicht ja offenkundig, dass es toll ist, wenn ich nicht Eisenbahn fahren kann und dafür mau entschädigt werde.

Schöne Grüße von

jörg


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