Fahrkartenformate (Fahrkarten und Angebote)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 13.04.2017, 10:16 (vor 3289 Tagen) @ musicus

Tja, meine Worte: zum Ersten und zum Zweiten und schließlich hier zum Dritten: der Code ist der DB zu wenig.

Deshalb schrub ich ja auch nur von einer Faltung, nicht von einer Abtrennung. Das Ticket bleibt ja am Stück, aber der Aztec-Code sollte ja nicht geknickt sein, um scanbar zu bleiben. Warum man nicht zwei Formate anbietet, die einmal nur das Notwendige und einmal den kompletten Leitfaden "Bahnfahren für Dummies" enthalten, weiß ich allerdings auch nicht.

Das macht mich auch immer wieder staunen. Gerade angesichts der schieren Masse an gedruckten Fahrausweisen und des Einsatzes von Spezialpapier, frage ich mich, ob hier eine DB-spezifische, vom A4-Standard abweichende Sonderlösung tatsächlich teurer käme. S.i.w. hat sich das RZ-Fahrkartenformat (UIC-Standard) seit Jahrzehnten nicht (wesentlich) geändert.

Lustigerweise ging es zu Kurs90-Zeiten mit den guten alten Nadeldruckern problemlos. Die haben auch die passend kleinen Papiere geschluckt.

Ich muss mich doch sehr wundern: Um ein flammendes Colaholiker-Plädoyer gegen eine Kartenlösung zu lesen, bitte diesem Faden folgen!

Wir haben damals schon aneinander vorbei geredet, und meine Ablehnung bezog sich gegen die Interpretation Deines Systems, die Du gar nicht meintest.
Ich spreche hier von einem System, das, beim Erwerb der Fahrkarte auf den bekannten Vertreibswegen und in den bekannten Zeiträumen im Voraus, einem die Fahrkarte auf einer elektronischen Karte ablegt. Egal ob am Schalter eines Reisezentrums (E-Ticket hier auflegen, Kreditkarte dort durchziehen), am Fahrkartenautomaten, oder eben im SB-Vertrieb per NFC-Handy (wenngleich man da auch die Unterstützung für bisher nicht unterstützte aber gängige Betriebssysteme hinzufügen sollte, sofern es mit dem Betriebssystem NFC-Handys gibt). Ein Ein- und Auschecken zu Beginn und Ende einer jeden Fahrt an einem Automaten am Bahnhof (gegen das sich mein Widerspruch richtete, nicht gegen die elektronische Karte als Speichermedium vorab gekaufter und bezahlter Fahrkarten) gibt es in dem von mir angedachten System ebensowenig wie jetzt, bei der Kontrolle wird dann einfach statt der visuellen Kontrolle (Tickets auf DB-Papier) oder der Scancontrolle des Aztec-Codes die Information aus der Karte ausgelesen. Es würde sich also ausschließlich das Speichermedium von einmal benutzbarem, dafür aber optisch kontrollierbarem Papier zu einem wiederverwendbaren, dafür aber nur mit Technik kontrollierbarem aber fälschungserschwerenden Chip ändern. Alleridngs müßte es dann eine Möglichkeit geben, diese Karte überall zu bekommen, daran krankt das RMV-System nämlich auch.*

Dem Wunsch nach einem - wie auch immer gearteten - optionalen smart-card-System oder einem echt plattformunabhängigen Mobilstandard für Onlinebuchungen folge ich.

Auch wenn mich das Plattformproblem nicht trifft, bin ich in diesem Punkt ganz klar bei Dir.

*) Hier wurde ohne größere Fahrgastinformation von "Es gibt ausschließlich Jahreskarten als E-Ticket" quasi über Nacht auf "Ab Wochenkarte aufwärts verkaufen unsere Automaten nur noch E-Tickets" umgestellt. Selbstvertändlich erhält man am Automaten keine Karte, um das E-Ticket zu speichern, sondern nur die virtuelle Fahrkarte. Man mußte also erstmal mit einer Einzelfahrt sich irgendwohin begeben, wo es die Karten gibt, um eine Karte kaufen zu können.
Wenn man nicht gerade in die eigenen Verkaufsstellen des Verkehrsbetriebs gegangen ist (und dort wie üblich eine höhere zweistellige Minutenzahl wartet), sondern stattdessen einen Kiosk mit Fahrkartenverkauf aufsuchte, gab es dort erstmal Ratlosigkeit, ob man die Karte unprogrammiert überhaupt rausgeben konnte. Die gewünschte Fahrkarte konnte man nämlich mangels Kreditkartenakzeptanz dort nicht buchen. Der Weg zur Plastikkarte war also lang und steinig.

In nchster Zeit so eine Lösung bei der DB nicht erwartende Grüße,
der Colaholiker

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