"illegaler" Erwerb von Punkten (Fahrkarten und Angebote)

Co_Tabara-98, Hannover, Sonntag, 09.04.2017, 17:44 (vor 3294 Tagen) @ JeDi

Es sollten beim Onlinekauf nur die Kartennummern für eine Bonuspunktegutschrift eingegeben werden können, die im System für das Konto hinterlegt sind. Und nicht eine beliebige.

Das widerspricht den Tarifbedingungen.


infiefern das?
am Anfang gebe ich ein, dass ich eine Fahrkarte für mich buchen werde, sprich ich selbst die Fahrt antreten werde,
im weiteren Verlauf kann ich eine fremde Nummer zum Sammeln eingeben - das Feld ist nicht geblockt.


Richtig. Das war mal so gelöst, dass für "fremde" eben keine Punkte gutgeschrieben wurden, führte aber logischerweise zu Problemen bei Mehrpersonenfahrkarten (hier ist es zulässig, dass eine beliebige der reisenden Personen die Punkte bekommt - und auf den mit der längsten Fahrtstrecke wird der Fahrschein personalisiert. Es ist also in diesem Fall durchaus zulässig, dass ein anderer als derjenige, auf den der Fahrschein personalisiert ist, die Punkte bekommt). Ich hatte dahingehend vor einigen vielen Jahren mal ausgiebigste Diskussionen mit dem zentralen Kundendialog.

Dass man diesen Fall vernachlässigen könnte, will ich nicht sagen. Aber er kommt sicher nicht ganz so häufig vor.

Logisch ist, dass die Bahn verhindern möchte, dass jemand nicht nur für die Fahrten der Großfamilie sammelt, sondern auch im Sportverein, im Kegelclub und im Kollegenkreis Punkte vermacht bekommt. Ebenso ist nachzuvollziehen, dass nicht der größtmögliche Aufwand zur Unterbindung betrieben wird, insbesondere bei übertragbaren Fahrkarten.

Bei Online-Buchungen wäre das jedoch im Prinzip recht einfach, behaupte ich mal. Angesichts der Komplexität des Systems halte ich den Programmieraufwand für wenige Fallunterscheidungen bei der "Sammelfrage" für vernachlässigbar:
Ticket für Accountinhaber: Sammeln nur für eigenes Punktekonto, allenfalls abwählbar.
Ticket für andere Person: Leeres Feld zur Eingabe einer Nummer, die nicht die eigene ist. Ggf. andere Lösung für Fahrkarten für mehrere Personen.

Nun habe ich kein moralisches Problem damit, meine Nummer stehen zu lassen, wenn ich hin und wieder für Dritte ein Ticket buche. Angesichts der Schilderung, dass tatsächlich Accounts gesperrt und Punkte eingezogen werden, ist die Feststellung von chriL999 aber durchaus berechtigt. Wo fängt der "Missbrauch" an? Wenn die Bahn ihre Regeln eigentlich gar nicht durchsetzen will.

Vielleicht möchte die Bahn durchaus einen Anreiz schaffen, dass kompetente Kunden die Bahn nicht nur weiterempfehlen, sondern auch für Neukunden bzw. Wenigfahrer den Buchungsvorgang übernehmen, insbesondere wenn diese nicht den Flexpreis zahlen wollen oder können...


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