Bahn ändert Versandkostenpauschale für Fahrkarten per Post (Fahrkarten und Angebote)

musicus, Montag, 19.12.2016, 07:38 (vor 3460 Tagen) @ agw
bearbeitet von musicus, Montag, 19.12.2016, 07:42

Die Bahn reagiert: Ab Februar kostet der Versand 4,90 Euro.

Was soll man dazu sagen!

Besser nichts - zumindest hier, man reagiert auf eine kritische Betrachtung der Wirklichkeit zuweilen ja sehr dünnhäutig.
Und trotzdem: die bisherigen 3,90€ waren auch eine echte Frechheit, da kommt es auf den einen Euro Erhöhung schon nicht mehr an. Bei der zu beobachtenden, teils ruinösen Preisgestaltung braucht die DB jede mögliche Einnahmequelle - no-frills-carrier aus der Luftfahrt werden in jeder Hinsicht immer deutlicher als Vorbild für den Schienenverkehr in Deutschland erkennbar, während man sich medien- und werbewirksam als besonnener Verkehrsdienstleister gerieren kann, der auf Preiserhöhungen bei der BahnCard großzügigerweise verzichtet und auch sonst gerade mal die Entgelte "durchschnittlich" (*rofl*) um 1,9% anhebt. Daneben stellt sich mir die Frage, wer überhaupt regelmäßig und in nennenswerter Häufigkeit auf den Postversand angewiesen ist und sich damit nun erheblichen Mehrkosten ausgesetzt sieht. Und zu guter Letzt ist ja bestens erkennbar, dass die DB - zumindest für den nationalen Alltagsverkehr - ihre Kundschaft langsam aber sicher Richtung Handyticket manövrieren möchte. (wenn's denn mal auf allen aktuellen mobilen Plattformen funktionsfähige Apps geben würde - die plattformunabhänginge MMS mit dem Aztec-Code ist ja abgeschafft, also drucke ich meist munter OT auf A4 aus). Parallel werden uns wohl die NTA noch eine ganze Zeit erhalten bleiben. Mittelfristig wette ich aber darauf, dass es im personenbedienten Vertrieb zu personellen Ausdünnung bzw. Servicepauschalen kommen wird. Offenbar will sich die DB die bestehenden Vertriebsformen so nicht länger leisten, es scheint dem Management schlicht zu teuer zu sein.


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