Teilweise zu pauschal (Allgemeines Forum)

Lumi25, Mittwoch, 26.10.2016, 19:54 (vor 3442 Tagen) @ Quasar

wird mal 2 Wochen krank. Tschüss...


Diese Zeiten sind vorbei. Ich habe Kollegen, die seit fast 2 Jahren in der Personalüberlassung sind und auch nach mehreren (in einem Fall sogar 9) Wochen Krankheit nachwievor dabei sind.


2 Jahre geht nicht mehr künftig maximal 18 Monate und nach 9 Monaten soll auf Niveau der fest angestellten bezahlt werden. Das führt dann dazu, dass man entweder nach 9 Monaten spätestens weg ist oder einen befristeten Vertrag bekommt.

Man darf ja nicht vergessen, dass die Zeitarbeitsfirma auch bezahlt werden will und wenn der Arbeitnehmer in der Zeitarbeit 10€ verdient zahlt die Firma an den Entleiher etwa das doppelte bis dreifache Brutto pro Stunde.

Auch sind die Bezahlungen im Bürobereich sind nicht mehr skandalös niedrig. Fast 13€/Stunde nach 12 Monaten sind zwar nicht der Hit aber auch nicht mehr nahe dem Existenzminimum.


Doch sind Sie angesichts der Verantwortung die man hat.

13€ sind schon viel. Ein Freund von mir hat letztens 9,61€ EG II nach BZA angeboten bekommen für eine Stelle als Sachbearbeiter wofür normalerweise auf Bürokaufmannniveau bezahlt werden müsste also EG III-EG IV und das ist ein drastischer Unterschied. Dies hat er im persönlichen Gespräch der Zeitarbeitsfirma auch gesagt und denen war das ziemlich peinlich.

Aber wenn der Auftraggeber nicht mehr gibt bzw. die Firma kann die Zeitarbeitsfirma auch nichts dafür.


Hier mal als Beispiel was der DGB fordert:


Link Tarifrunde Zeitarbeit


Die Tarifrunde Leiharbeit 2016/17 beginnt!

Die Forderungen für die anstehende Tarifrunde Leiharbeit sind beschlossen:

Erhöhung der Entgelte um 6 %, mindestens aber 70 Cent pro Stunde
Laufzeit des Tarifvertrags: 12 Monate
Ost-West-Angleichung in allen Entgeltgruppen

Die Arbeitgeber haben das geboten:

Die Arbeitgeber-Seite hat die Forderungen zur Kenntnis genommen. Darüber hinaus hat sie die Ost-West-Angleichung frühestens nach 48 Monaten für alle Entgeltgruppen angeboten. Für einen solchen Abschluss über 48 Monate bieten die Arbeitgeber pro Jahr 2 Prozent ab 1.7.2017 an. Dieses Angebot ist für die Gewerkschaften nicht annehmbar. Sie haben der Arbeitgeberseite mitgeteilt, dass sie an ihren Forderungen festhalten und sie aufgefordert, ihr Angebot deutlich nachzubessern. Der nächste Verhandlungstermin ist der 11. November 2016 in Hamburg.


Einfach lächerlich dabei fährt der DGB nicht gerade einen harten Kurs.


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