JA, war in London Heathrow auch so... (Allgemeines Forum)

ICE615, Sonntag, 08.11.2009, 20:12 (vor 6088 Tagen) @ GUM


Auf den Strecken auf denen ein Mitbewerber fahren will, ist in der Regel die Streckenauslastung ohnehin bereits am Maximum angelangt. Genau deshalb können ja gar nicht alle Trassenanmeldungen berücksichtigt werden.


Ja, das ist eben das Problematische bei der "Nicht-Trennung" zwischen Trasse und Beförderungsunternehmen. Die Infrastrukturkosten und auch (bisher nicht notwendige) zusätzliche Übeholgleise trägt dann der bisherige, einzige Nutzer, um dem "Neuen" den Marktzugang zu ermöglichen.

Andererseits hat dieses "grandfathering" ja auch Vorteile ! Man stelle sich vor, die S-Bahn München und weitere Anbieter würden Trassen für den überfüllten Stammstreckentunnel komplett neu anmelden. Wenn soll man dann berücksichtigen ?
Gäbe es irgendeine gerechtere Lösung als denjenigen die Trasse zu geben, die sie schon vorher hatten ?

Und das ist dann auch das Spannende an der derzeitigen Entwicklung. Irgendwie wie damals in London-Heathrow, als es langwierige Prozesse beim Markteintritt des Lufthansa-Konzerns gegen den "Platzhirschen" British Airways gab...

Hier hat sich der Markt meiner Meinung nach sehr positiv entwickelt. Der Verbraucher profitiert enorm von normalisierten Preisen, ähniches wäre bei der Bahn wünschenswert. Das Problem ist aber, dass es im Flugverkehr einfacher und risikoloser ist, eine neue Gesellschaft zu gründen, da im Falle eines Misserfolges die Maschinen einfach weiterverkauft und anderswo eingesetzt werden können. Ohne Umbauten sind Fahrzeuge für das deutsche Netz nur noch in Österreich zu gebrauchen.

Hoffentlich schaffen SNCF und HKX sich zu etablieren, wobei die SNCF es wesentlich einfacher hat, da diese, sofern sie denn auf F-B und F-HH TGV POS einsetzt, die Fahrzeuge einfach im eigenen Land weiterfahren lassen kann, wenn es in Deutschland nicht gelingt.


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