Ränder allgemein schlechter versorgt als Binnenländer (Allgemeines Forum)

ICETreffErfurt, Eisenach, Mittwoch, 03.08.2016, 13:34 (vor 3535 Tagen) @ 611 040

Wenn man sich die Zugdichten so ansieht, dürften bezogen auf die jeweiligen Einwohnerzahlen Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen das beste Nahverkehrsangebot haben.

Je weiter man zum Rand kommt, egal ob Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Baden-Württemberg oder Saarland, wird das Angebot bezogen auf die jeweilige Einwohnerzahl immer dünner.

MV liegt an der Ostsee, da gibt es keine anderen Ziel darüber hinaus die man erschließen könnte. Aber gerade von Brandenburg und Sachsen nach Polen und Tschechien oder von Saarland nach Frankreich gibt es genügend Erweiterungsmöglichkeiten. Man müsste den Nahverkehr nur international ausschreiben. Auf Stichstrecken in dünn besiedelten Gegenden lohnt sich ökonomisch oftmals nicht mehr als ein 2-Stunden-Takt. Wenn allerdings ein großer Ort von zwei oder mehr Seiten erschlossen werden kann und man einzelne Stichstrecken miteinander verknüpft, ist der Stundentakt schon ökonomisch möglich.

Was die Dorfhalte angeht, nimmt MV nur das vorweg, was sich bald in allen Bundesländern mehren wird. Die Landflucht und der Bevölkerungsrückgang fordern nun ihren Tribut. In Thüringen sollen die nächsten Jahre auch mehrere Haltepunkt stillgelegt werden, die an Hauptstrecken liegen, beispielsweise Papiermühle zwischen Jena und Gera.


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