DE und CH können auch, Einheitsbrei durch Einheitsbaumeister (Reiseberichte)

ES89, Hamburg / Rostock, Dienstag, 23.02.2016, 21:51 (vor 3732 Tagen) @ Alphorn (CH)

Erstaunlich, wie gross die Unterschiede bei den architektonischen Ambitionen sind. Frankreich, Italien und anscheinend auch die Niederlande stellen richtig originelle Gebäude hin, während in Deutschland und der Schweiz Nüchternheit bis Langeweile herrscht.

Ach, Deutschland kann das auch. Als Beispiel sei auf Hamburg verwiesen, das derzeit wohl Deutschland größter Spielplatz für Architekten ist: Hafencity (der riesige Bereich Baakenhafen ist ja noch komplett leer), "Neue Mittel Altona" (Bahnhof Altona) oder Hammerbrook. Da ist viel Standard dabei, aber auch Außergewöhnliches und Kretives.

Das Problem bei den Bahnhöfen ist, das hier immer die DBAG als "Baumeister" dahintersteht. Trotz unterschiedlicher Architekten hast du da logischerweise immer ähnliche Formensprachen.

Interessant würde es dann, wenn die Städte die Bahnhöfe bauen lassen würden. Von daher bin ich mal gespannt, wie der neue Bahnhof Altona-Nord/Diebsteich aussehen wird. Die DBAG wollte ja das Modell "Vorortbahnhof-Ganz Billig" hinsetzen. Das passte den "Städtväter" ja zum Glück nicht (man möchte ein "repräsentatives und architektonisch anspruchsvolles Bahnhofsgebäude"), weshalb es ja nun einen Architektenwettbewerb geben soll. Schauen wir mal.

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