ICE 1712 heute - Ansagen und Anzeigenchaos in Leipzig (Aktueller Betrieb)

liebe70, Mittwoch, 30.09.2009, 16:41 (vor 6075 Tagen) @ Alexander

ich habe explizit nach Verbesserungspotenzial gefragt! Speziell geärgert hat mich auch die kommunikationsinkompetente Bahnsteigaufsicht, die nicht einmal fähig war, mit mir zu sprechen.


Das ist leider öfters so, da dieses kein Servicepersonal ist geben diese kaum Auskunft...

Abgesehen davon, wenn man weiß, wie oft am Tag eine örtliche Aufsicht von Reisenden wegen Kleinigkeiten angenölt wird...

Und nein, in einem Konzern wie der Bahn kann man erwarten, dass der Informationsfluss optimiert wird. Hierzu gibt es extra auch ein Programm, welches seit einigen Jahren implementiert wird. Aber so etwas lebt halt vom Mitmachen der Mitarbeiter.


Und genau da ist das Problem, der Informatinosfluss ist sehr zäh.
Beispiel der Zug steht - das Zugpersonal ruft die TP an, diese ruft bei dem Bereichsdisponenten von DB Netz an - dieser ruft den FDL an - der Bereichsdisponent ruft wieder die TP an - diese kann nun den Zug und die Bahnhofsansager informieren.

Mittlerweile gibt es im RIS-Zub eine Taste, die eine "Zug steht"-Meldung sendet, die dem zuständigen TP-Mitarbeitersangezeigt wird und innerhalb einer bestimmten Frist bearbeitet werden muß. Allerdings soll der Zf die Taste erst dann bedienen, wenn der Zug 5 Minuten steht oder es abzusehen ist, daß das so lange dauern wird. Meines Erachtens ist die Zeitspanne des Warten-Müssens zu lang.

Ziemlich lang oder? Der direkte Kontakt zwischen EVU (TP) und FDL ist normalerweise nicht erlaubt, weil die Bundesnetzagentur da ein Diskriminierungspotenzial sieht.

Es gibt auch andere Wege, beispielsweise:

Und die Info war offenbar vorhanden - weil es ja 3 Minuten vor Einfahrt des Zuges durchgegeben wurde, und zwar OHNE Entschuldigung.

Welche Information lag vor? Der Gleiswechsel?

Nein, daß der Zug entgegen Ansage doch nur einteilig verkehrt. Kein ICE hält in Leipzig Hbf einfach so außerhalb der Bahnsteighalle, der planmäßige Halteplatz ist immer innerhalb der Halle (ausgenommen bei den a-Bahnsteigen, also z.B. Bahnsteig 10a)

Da kam dann die verspätete Info, daß der ursprünglich als Doppeleinheit gemeldete Zug doch nur einteilig ist.

PS: Bei der Bahn sind mitnichten alle doof und inkompetent. Aber das Thema Außenwirkung ist ein Problem - ich habe schon so oft extrem engagierte Zugbegleiter erlebt, die Probleme angepackt haben - aber auch die sind oft auf die "Helden" in der Transportleitung angewiesen, und da scheint mir oft die Mitdenk- und Logikrate unterdurchschnittlich!

Hast du schonmal eine TP besichtigt und weißt wie da gearbeitet wird?
Da ist meist einer für ein Streckennetz von ca. 1500 km allein Verantwortlich, er muss sich da meisg um alles kümmern, Personal, Umläufe, Anschlüsse und eventuellen Busersatzverkehr.

Lad ihn doch einmal ein. Zu beurteilen, was da so abgeht, kann man nur, wenn man schon mal da war.

Gruß, Ralf


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