Neubau - aber wie am besten? (Aktueller Betrieb)

Beobachter7, Samstag, 05.12.2015, 19:08 (vor 3778 Tagen) @ JW

Die Niederländer würden die Strecke ja gerne für 200km/h ausbauen und InterCitys von Groningen nach Hamburg verkehren lassen.

Ich denke, die wollen lieber v.a. Güterzüge dort fahren lassen, damit Rotterdam den Häfen Hamburg, Bremen/Bremerhaven und Wilhelmshaven endgültig vom Markt zu verdrängen, was in einem ersten Schritt ja schon mit der Betuwe-Route angegangen wurde.

Die enge Kurve um in den Bahnhof Ihrhove einzufädeln macht ja heute keinen Sinn mehr, da dort eh keine Züge mehr halten,

derzeit. Wenn's nach mir ginge, würde man den Bahnhof reaktivieren, genauso wie z.B. Oldersum, und RBs fahren lassen.

könnte man genauso gut nördlich des Ortes in die Emslandstrecke einfädeln.


oder die Kurve auch so etwas weniger eng gestalten. Bei der OSM (Open-Street-Map) ist die Strecke übrigens schon weitgehend demoniert...

Die BÜs könnte man relativ kostengünstig ersetzen, da ja kein Zuverkehr stattfindet.

Bezüglich b stellt sich die Frage nach der Technik der Öffnung -- als Vorbild könnte die etwas weiter Ems-abwärts gelegene Jann-Berghaus-Brücke im Verlauf der B 436 zwischen den Leeraner Stadtteilen Leerort und Bingum mit einer Durchfahrtsbreite von 45 Meter dienen, die auch für die Schiffsgiganten der Meyer-Werft ausreicht.

Ich denke es sollte eine breite Klappbrücke mit mindestens 56m Breite im geöffneten Zustand sein, damit der Bahnverkehr nicht mehr unterbrochen werden muss, wenn ein Kreuzfahrtschiff passieren muss. 56m da die Jann-Berghaus-Brücke auf genau dieses Maß verbreitert wurde.

... die aber auch geöffnet werden muß, und diese Meyer-Giganten fahren auf der Ems nicht schnell, sondern bugsieren sehr sehr vorsichtig. Mit Schleppern, wenn ich das richtig erinnere. Da fällt mindestens ein Takt aus für die Bahn.

Da eine Klappbrücke mit einer derart großen Weite aber technisch aufwendig ist

... und eine zweiteilige wie die Jann-Berghaus-Brücke oder die Londoner Tower-Bridge... auf diesem Video bei Youtube (Titel: "Öffnung der Jann-Berghaus-Brücke für die Ems-Überführung der Norwegian Breakaway") sieht man einerseits die Langsamkeit der Schiffsüberführung, und daß diese Brücke nach dem Umbau jetzt zwei Klappteile hat, die an ihrem Ende beide nicht auf einem Pfeiler aufliegen. Inwieweit sowas für Eisenbahnverkehr taugt?

erscheint mir ein Absenktunnel wie bei der A31 die bessere Lösung zu sein.

der dann aber den Fußgänger- und Radweg wohl nicht mehr hat.

Der Emstunnel der A31 bei Jemgum ist fast ständig in Reparatur oder Wartung...

Die Nahverkehrsfunktion der Strecke muß m.E. übrigens erhalten bleiben und sogar ausgebaut werden. Auch den Bahnhof Bunde (zwischen Weener und der NL-Grenze) könnte man wiedereröffnen.


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