Weener - Leer eher für Jahre unterbrochen (Aktueller Betrieb)

Beobachter7, Samstag, 05.12.2015, 11:00 (vor 3784 Tagen) @ Manitou

Ob Fundamente und Pfeiler tatsächlich bis zur Unbrauchbarkeit beschädigt sind, müßte man prüfen. Wenn nicht, dann Ems 5 Jahre für große Schiffe unbefahrber,

Womit diese Bundeswasserstraße (die Ems gilt von der Mündung bis Papenburg als Seewasserstraße) für Jahre unterbrochen wäre. Für manche Schiffe gäbe es einen Umleitung über den Küstenkanal und die Hunte bis zum Unterlauf der Weser. Der Küstenkanal zweigt bei Dörpen etwas südlich von Papenburg von der Ems ab. Ob der für Seeschiffe wie die EMSMOON taugt, weiß ich nicht. Für die in der Meyerwerft in Papenburg gebauten riesigen Kreuzfahrtschiffe aber sicherlich nicht. Für die mußte ja schon jedesmal der Mittelteil der Friesenbrücke ausgehoben werden, weil die Durchfahrt der Klappbrücke zu klein ist.

NDR: Im Durchschnitt befahren nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes 10.000 Schiffe im Jahr die Unterems. Das seien 30 Schiffe pro Tag, 28 davon Binnenschiffe.

Derzeit ist ein Schienenersatzverkehr mit Bussen ab Nieuweschans nach Leer. Der eingleisige Haltepunkt in Weener reicht anscheinend nicht aus zum Wenden.

Zahlreiche Informationen, darunter auch Luftaufnahmen von der beschädigten Brücke mit einer Kameradrohne, findet man hier beim NDR:

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Nach-Kollision-Tota...

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Totalschaden-Fracht...

Achtung: die Videos sind vermutlich nur 7 Tage im Netz abrufbar, weil die Zeitungsverleger die freie Information nicht leiden können...

Zitate:

Totalschaden in Millionenhöhe: Donnerstagabend hat ein Frachter mit voller Wucht die Friesenbrücke bei Weener (Landkreis Leer) gerammt. Der Mittelteil der Eisenbahn-Klappbrücke wurde dabei stark in Mitleidenschaft gezogen, Teile des historischen Bauwerks wurden abgerissen. Die gesamte Brücke wurde durch die Kollision sogar um einige Meter verschoben. Verletzte gab es nicht. Zum Zeitpunkt der Kollision war die Klappbrücke geschlossen. "Nach jetzigen Erkenntnissen ist die Brücke irreparabel beschädigt", sagte Egbert Meyer-Lovis, Sprecher der Deutschen Bahn, die Eignerin der Friesenbrücke ist. Ein Neubau werde Jahre dauern. Sowohl der mobile als auch der maschinentechnische Teil seien zerstört. Das hätten die Untersuchungen des Notfallteams der Deutschen Bahn ergeben.

Die Eisenbahnbrücke ist nicht mehr befahrbar, und das voraussichtlich für längere Zeit. "Die Gleise sind völlig zerstört, und die ganze Brücke muss neu gemacht werden", sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei.


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