Vorrang des Ostens (Allgemeines Forum)

Karolinger, Donnerstag, 16.07.2015, 09:53 (vor 3918 Tagen) @ Steffen

Ach was. Auf Erfurt als wichtigsten Bahnknoten Europas werden selbstverständlich die Fahrpläne ausgerichtet!

Das ist leider nicht von der Hand zu weisen.
Die Linien die zum Fahrplanwechsel auf Dosto-ICs umgestellt werden sind Opfer einer verfehlten Ausrichtung auf ostdeutsche Taktknoten.
Beim Fernverkehr hat der verkehrsschwache Osten dank Ex-Reichsbahnern in den entsprechenden Positionen Vorrang vor dem verkehrsstarken Westen.

Die IC-Linie 35 verkehrt heute eine Stunde versetzt zur damaligen IR-Linie mit der Folge schlechterer Anschlüsse an die Fähren, nur damit sie in Emden Anschluss an die IC-Linie 56 hat. Wir hätten eine Linie Norddeich-Stuttgart(-Süddeutschland) im 2-Stundentakt haben können.

Die IC-Linie 51 ist heute auf den Knoten Erfurt ausgerichtet, die IR-Linie hatte hingegen in Kassel-Wilhelmshöhe Anschluss an die ICEs nach München. Auch boten die IRs für Pendler attraktive Züge aus der Region Kassel/Paderborn ins Ruhrgebiet, heute verkehren auf der Linie nur noch Züge über Erfurt und keine mehr in pendlerfreundlichen Zeitlagen. Wir hätten eine Linie NRW-Kassel-Weimar im 2-Stundentakt haben können.

Die IC-Linie 55 weist Taktlücken nur auf dem westdeutschen Abschnitt auf. Die Einbindung in den 0-Knoten Magdeburg führt insgesamt zu Fahrtzeitverlängerungen von über 30 Minuten zwischen Köln und Leipzig. Die IC-Linie 32 verkehrt meistens in der selben Stunde wie die IC-Linie 55, statt dass sich beide Linien zum Stundentakt zwischen Hannover und Dortmund ergänzen.

Für die IC-Linie 56 gilt analog das über die IC-Linien 35 und 55 gesagte.


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