Bahnfahrern drohen lange Wartezeiten in Erfurt (Allgemeines Forum)

Marien, Berlin, Donnerstag, 16.07.2015, 01:32 (vor 3924 Tagen)

http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Verkehrsexperte-8222-Es-bringt-nichts-si...

Klappt das im Fall von Erfurt?
Die Fahrzeit von Erfurt nach Leipzig beträgt etwa 45 Minuten – das ist nicht ideal, um einen Taktfahrplan aufzustellen. Genauso Nürnberg–Erfurt: Mit Halten in Erlangen und Bamberg beträgt die Reisezeit zwischen 70 und 80 Minuten. Die Strecke Erfurt–Halle wird in 35 Minuten gefahren, so dass beim Verzicht auf den Halb­knoten Erfurt der Knoten Halle gestärkt werden könnte. Unter anderem wegen solcher Argumente steht für mich ein Fragezeichen hinter dem Halbknoten Erfurt.

Wenn die Bahn sich auf einen Halbknoten Erfurt festlegt, müssten die Knoten Nürnberg, Halle und Leipzig leiden?
Das kann man so sehen. Oder es wird nicht die kürzest mögliche Reisezeit erreicht, indem Zeit auf der Strecke verschwendet wird, indem man nicht die mögliche Streckengeschwindigkeit ausreizt oder einen längeren Aufenthalt einplant. Von Nürnberg nach Erfurt müsste ein ICE beispielsweise etwa zehn Minuten Aufenthalt haben, um in den nötigen knapp 90 Minuten zu fahren.

Heißt das zusammengefasst: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich alle Züge zur halben Stunde in Erfurt treffen?
Davon gehe ich aus. Bei einem deutschlandweiten Takt ist zu erwarten, dass ein Zusammenhang zwischen Taktknoten und der Bedeutung der Städte besteht. Da Leipzig–Berlin, Leipzig–Dresden oder Fulda–Frankfurt jeweils etwa eine Stunde Fahrzeit voneinander entfernt liegen und Fulda–Leipzig zwei Stunden, ergibt sich in der Kombination, dass Erfurt vermutlich kein Halbknoten wird.

http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Bahnfahrern-drohen-lange-Wartezeiten-in-...

Durch die ungünstige Lage der Landeshauptstadt im Bahnnetz im Bezug auf die anderen Taktknoten sei das aber unwahrscheinlich, so der Experte. Das Zeitfenster, in dem die Fernverkehrszüge fahren, werde voraussichtlich bis zu einer halben Stunde groß.
Die Folge sei, dass sich die Übergangszeiten zwischen Fern- und Regionalverkehr verlängern. „Oder Anschlüsse bestehen nur in eine Richtung und nicht in alle Richtungen“, sagt Bräuer und empfiehlt dem Land, die Planungen nicht einseitig auf einen Knoten in Erfurt zu konzentrieren. Für Gera und Jena seien jeweils schnelle Anbindungen an Leipzig notwendig.


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