Starrsinn !? (Aktueller Betrieb)

TEF4, Dienstag, 21.04.2015, 11:09 (vor 4005 Tagen) @ andy24b

Wenn Du tatsächlich irgendetwas studiert haben solltest, wäre dein Ausgangsposting doppelt enttäuschend: Eine so undifferenzierte Äußerung über eine ganze Menschengruppe von deren Tätigkeit offensichtlich ganz wenig weisst sollte da nicht sein, besonders wenn Du dieser Gruppe genau das vorwirfst.

Ich verweise mal auf mein Posting etwas weiter unten als Antwort auf ALR997 ;-)

Ich glaube nicht, dass das aktuelle Auftreten der Gewerkschaft dazu geeigbet ist, die Anerkennung der Stressjobs bei der Bevölkerung zu verbessern. Es werden ein paar Prozent herauskommen und der Eindruck, dass eine relativ kleine Gruppe ihre Partikularinteressen mit relativ brachialer Gewalt durchsetzen will. Die Sympathie der Bevölkerung ist wahrscheinlich höher als für die Piloten, aber nicht gerade Anerkennungssteigernd.

Darum geht es auch gar nicht, denn Otto Normalbürger hat einfach nicht den Einblick, was auch völlig normal ist. Nur ist die Meinungsbildung genauso engstirnig und verbohrt wie bei den Pegidas und wie sie alle noch heißen.

Ich bin mir nicht einmal sicher, dass es bei der Auseinandersetzung um die Bahnmitarbeiter geht. Es ist ja vielmehr ein "doppelter Schwanzvergleich", also die GDl muss ja scheinbar beweisen, dass sie einen längeren hat als die Bahn und als die andere Gewerkschaft. Ich prüfe in meinem Job unterschiedliche Unternehmen. Ich muss ständig fragen und anschließend hinterfragen.Es geht darum Fakten von Meinungen klar zu trennen. Da lernt man mit der Zeit auch die Art des persönlichen Auftritts mit der Zeit einzuordnen. Allzuoft werden fehlende oder schwache Argumente mit Radau ersetzt, persönliche Interessen als Notwendigkeit getarnt.

Um wen soll es denn sonst gehen ? Herr W. wäre auch ohne den Streik kein Hartz-IV-Empfänger, hätte ein ruhigeres Leben und nicht zu vergessen, die DB hatte ihm ja schon ein auskömmliches Pöstchen angeboten !

M. E. verkauft die GDL die mehr als berechtigten Interessen der Bahner zugunsten der eigenen Profilierung.

Siehe oben.

In jeder Verhandlung werden Machtpositionen vertreten und jede Seite versucht, den maximalen Erfolg für sich zu verbuchen. Das ist beim orientalischen Händler so, beim pubertierenden Jugendlichen und bei der Bahn eben auch. Letzendlich ist die Bahn aber (noch) auf die menschliche, qualifizierte Arbeitskraft angewiesen - sollte sich demzufolge auch etwas bewegen. Vielleicht einfach mal nicht den nächsten Postdienstleister in Uganda oder das Stadtbusunternehmen in der Mongolei aufkaufen, sondern dort investieren, wo man seine Wurzeln hat. Genügend Baustellen hätte man...

Friedvolle Grüße
TEF4


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