BWLer.. (Aktueller Betrieb)

TEF4, Dienstag, 21.04.2015, 01:57 (vor 4011 Tagen) @ ALR997

Sehr weise Worte, lieber ALR997 ;-)

Nur ist so ein Forenbeitrag eben keine Dissertation, was zur Folge hat, daß einfach - der Knappheit geschuldet - etwas überspitzt werden muß.
Selbstverständlich sind BWLer auch nur Menschen und die meisten werden ihre Arbeit gern und nach bestem Wissen und Gewissen erledigen. Was man aber auch nicht vergessen darf: sie sind Angestellte eines Unternehmens und diesem gegenüber verpflichtet - wenn es sich also nicht um ein gemeinnütziges handelt, ist in der aktuell "real existierenden" Gesellschaftsform die Gewinnmaximierung das Ziel eines solchen. Und um dieses Ziel zu erreichen, müssen immer wieder Einsparungen vorgenommen werden. Sicherlich gibt es sinnvolle Optimierungsmöglichkeiten in Produktionsprozessen, Logistikketten oder durch Anwendung von Neuerungen jedweder Art - nur ist so etwas nicht unendlich ausdehnbar und schon gar nicht immer in kürzester Zeit zu erreichen. Also wird allzuoft an sozialen Standards gespart oder es werden Wartungs- und Ausstauschzyklen bis zur Schmerzgrenze ausgereizt. Die Folgen sind hinlänglich bekannt, nur ändern tut sich in den seltensten Fällen etwas.

Fassen wir zusammen: BWLer sind nicht Schuld an den Fehlern des Systems, aber sind Teil und (böses Wort) Handlanger des Systems und demzufolge sicher nicht die Berufsgruppe, die höchstes Ansehen genießt. Ähnlich dürfte es Investmentbankern und Hedgefondmanagern ergehen ;-)
Wenn es Dich beruhigt: viel schlimmer finde ich Leute, die - um möglichst hohe Provisionen einzustreichen - anderen unnütze Verträge aufschwatzen oder jene, die Küken schreddern oder in der Massentierhaltung schwächere Kreaturen quälen. So möchte ich mein Geld keinesfalls verdienen.

Schöne Grüße zur Nacht
TEF4


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