N-IN erhält ERTMS Level 2 (Allgemeines Forum)

bigbug21, Sonntag, 12.04.2009, 18:24 (vor 6319 Tagen) @ Steffen

Hallo Steffen,

Interessanter könnte dagegen eine andere Anwendung von ETCS auf der Strecke sein. Wenn ich mich recht entsinne, wird man hier erstmals einen sicheren Ausschluss von Begegnungen zwischen Personen- und Güterzügen implementieren.


Meinst Du den Ausschluss von Begegnungen in Tunnels? Denn die für einen gänzlichen Begegnungsuasschluss zwischen Ingolstadt und Nürnberg dürfte der ICE-Takt zu dicht sein, um tagsüber Güterzüge über diese Strecke zu schicken.

Genau. Wobei selbst tagsüber wohl einzelne Güterzüge eingeschoben werden könnten, wenn die (ohnehin als Überholbahnhöfe ausgelegten) Regionalbahnhöfe genutzt und darüber hinaus gehende Begegnungen auf die längeren tunnelfreien Abschnitte gelegt werden. Die Planungen aus den 1990er Jahren sehen darüber hinaus einen regelmäßigen Güterverkehr in der Nacht vor.

Ich denke diese Umrüstung wird hauptsächlich für ausländische Züge interessant werden, die kein LZB haben. Deutsche Züge werden noch mehrere Jahrzehnte LZB eingebaut bekommen, dafür liegt es an zu vielen Stellen - ganz im Gegensatz zu ETCS.

Ja, das ist im Moment ein Henne-Ei-Problem. Die EVUs werden so lange kein ETCS einbauen, wie es dafür kaum Anwendungen, aber jede Menge PZB/LZB-Strecken gibt. Die Infrastrukturbetreiber hingegen fragen sich, wozu sie jetzt ETCS anbieten sollen, wenn doch praktisch niemand nutzt.

Um diesem Teufelskreis ein Ende zu machen, gibt es eine Reihe von politischen Bestrebungen. Dazu gehört auch, dass eine LZB-Ausrüstung seit geraumer Zeit nicht mehr förderfähig ist. Die LZB-Ausrüstung zwischen Ingolstadt und dem heutigen LZB-Ende bei Petershausen muss demnach von der DB allein getragen werden.

Viele Grüße
Peter

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unterwegs für freie Eisenbahn- und Defibrillator-Daten


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