Offene Gesellschaft (Reiseberichte)

heinz, Freitag, 17.05.2013, 12:42 (vor 4695 Tagen) @ Benjamin.Keller

Ich finde, so etwas gehört zu einer offenen Gesellschaft. Die Einhegung derer, die es sich leisten können in ihre Malls, ihre Verkehrsknoten, ihre Gated Communities und die Aushegung aller, die irgendwie anders sind nach draußen finde ich eine widerliche Entwicklung. Wenn es Armut gibt sollte man auch gezwungen werden sie zu sehen. Wenn man sie nicht möchte solle man die Armut politisch verhindern - und sie nicht wegsperren.

Dem stimme ich voll und ganz zu. In einer Gesellschaft, in der nur noch die Schönen, Reichen und Gesunden zu sehen sind, läuft etwas grundlegend falsch. Eine offene Gesellschaft muss den Anblick von Armut aushalten können (oder noch besser: etwas Wirksames dagegen unternehmen). Das Aussperren nicht gewünschter Gesellschaftsmitglieder aus der schönen neuen Hochglanzwelt ist widerlich und zeugt von Misanthropie. Außerdem: Betteln gehört seit jeher zur städtischen Kultur, ob man das mag oder nicht. Es soll ja auch Bettler geben, die das freiwillig und aus Überzeugung tun und jede staatliche Unterstützung ablehnen.


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