Zuverlässigkeit der Neigetechnik - war immer das Problem... (Allgemeines Forum)

mrhuss, FKON, Freitag, 01.03.2013, 16:32 (vor 4784 Tagen) @ ICE-T-Fan

Die Zuverlässigkeit der Neigetechnik an sich war selten das Problem. Bei den ICE-T waren bis 2003 alle Kinderkrankheiten weitestgehend beseitigt, bei den 612er gabs zwei größere Ausfallphasen 2004/2005 und 2010/2011. Das waren aber Konstruktionsfehler in Einzelteilen bzw. ein Achsendimensionierungsproblem und kein systematischer Fehler in der Neigetechnik selbst. Ebenso verhält es sich bei den ICE-TD im Jahre 2003.

Von den 610er sind mir keine großen Probleme bekannt und die 611er haben die gleichen "Kinderkrankheiten" wie die 612er gehabt.

Die 610 hatten ja auch eine völlig andere Konstruktion bei der Neigetechnik. Aber bei den 611 wollte man ja unbedingt was anderes haben, wahrscheinlich weil es dreifuffzisch billiger war.

Unterm Strich hätte man über 10 Jahre hinweg eine absolute Zuverlässigkeit haben können, wenn man gleich die Achsen aus den richtigen Materialien hergestellt hätte und dafür woanders Gewicht gespart hätte und wenn man die einzelnen Bauteile der Neigetechnik einer längeren Testphase unterzogen hätte.

Hätte, könnte, sollte... Man hätte auch einfach die Pendolino-Technik der 610 beibehalten können...

Und wann hat es eigentlich bei der DB zuletzt eine "längere Testphase" gegeben? Zu Bundesbahnzeiten! Wahrscheinlich damals bei der E10 ;-) aber jedenfalls nicht mehr seit es die DBAG gibt. Koscht ja alles Geld.


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