Freischlüsseln - zwei Arten (Allgemeines Forum)

Ludo, Niedersachsen, Montag, 12.11.2012, 22:06 (vor 4890 Tagen) @ Alex101

Leicht OT: Können nicht sämtliche Zugbegleiter die Tür am Zulaufen hindern, indem sie eine Bedienhandlung mit einem Schlüssel vornehmen?

Natürlich. Mit dem Vierkant kann die Tür offen gesperrt werden, sodass sie trotz Schließbefehl nicht zuläuft (auch "Freischlüsseln" genannt).
Der "Zu"-Knopf ist aber eben genau dazu da eine freigeschlüsselte Tür zu schließen. Wie soll sie auch sonst wieder zugehen?

Es geht zwei Arten von Freischließen, nennen wir sie mal einfaches und komplettes Freischließen: Beim ICE und beim Dosto wird der Vierkant normalerweise einmal hin und her bewegt (einfaches Freischließen). Effekt: Tür geht beim Schließbefehl (außer "Zwangsschließen" beim Dosto) nicht zu, wohl aber wenn man den roten Knopf drückt.

Die andere Variante ist ein komplettes Freischließen, nur in eine Richtung. Dann wird die Tür nie zugehen, allerdings ist dann ein unangenehm lauter Dauer-Fiepton zu hören. Diese Variante muss z.B. bei Drehfalttüren à la Bimz angewandt werden, (wobei da das Fiepen im Vergleich zum Dosto und ICE noch erträglich ist). Beim n-Wagen muss die Tür nur freigeschlossen werden, wenn sich über der Tür kein TB 0-Aufkleber befindet; ansonsten wird die Tür automatisch aus der Schließkette genommen. Bei Drehfalttüren kann auch eine geschlossene Tür (an der geschlüsselt wurde) wieder geöffnet werden, da erst bei Geschwindigkeiten über 0 km/h die Türblockierung erfolgt. Bei dieser Variante muss das Freischließen danach wieder zurück genommen werden, woran man jedoch aufgrund des Fiepens automatisch erinnert wird.

Die NOB wendet ja auch TB 0 an und da kann eine geschlüsselte Tür nur mit dem Vierkant verschlossen werden. Somit kann es nicht passieren, dass ein Zub ausgesperrt wird.


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