Interessante Antwort, die nur einen Schönheitsfehler hat: (Allgemeines Forum)

liebe70, Samstag, 28.04.2012, 10:37 (vor 5092 Tagen) @ zetzmann

Sie ist falsch.

Also, mit den bahn.bonus-Bahnprämien verhält es sich so: Sie sind *gekaufte* Fahrscheine, keine Geschenke.

Falsch. Das bahn.bonus-System hat überhaupt nichts mit dem Rabattsystem zu tun. Fragt mal Eure (Ur-)Großeltern, die können was von Rabattsystemen erzählen. Sind hier Ossikinder mit Baujahr Mitte der 60er bis Mitte der 70er unterwegs? Könnt ihr euch noch an die Konsummarken und das Einkleben in die Markenheftchen erinnern? DAS war ein Rabattsystem.

Grund: Die Prämienpunkte sind tariflicher Bestandteil des bezahlten Fahrkartenpreises.

Steht wo? - Richtig! Nirgends, weil es falsch ist.

Geh mal ins Reisezentrum, lege 5 Euro auf den Tisch und verlange 10 bahn.bonus-Punkte. Die werden Dich auslachen.
Die bahn.bonus-Punkte schenkt Dir die Bahn, weil Du ihr gleichzeitig gestattest, die sie interessierenden Daten abzuschöpfen. Nebenbei dienen diese bahn.bonus-Punkte und in der weiteren Folge die bahn.bonus-Prämien der Kundenbindung. Miles&More der LH und die anderen Bonusprogramme funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Man wirft dem Kunden ein paar als Prämien getarnte Bröckchen hin. Diese tun dem Unternehmen nicht weh, aber der Kunde nimmt die dankbar auf - und das Unternehmen bekommt im Gegenzug wichtige Daten zum Konsumverhalten des Einzelnen. Das Aufwand-Nutzen-Verhältnis ist hier sehr günstig. Fast kein Aufwand, aber enormer Nutzen für das Unternehmen. :-)

Wenn man so will, zahlt man für einen 100-Euro-Fahrschein nur 97,- EUR für den Fahrschein und spart dann 3,- EUR auf das "bahn.bonus"-Sparkonto.

Quatsch.

Aus dem Grund gelten für b.b.-Prämien-Fahrscheine auch die regulären Fahrgastrechte.

Die FGR gelten aus anderen Gründen, sollte man wissen.

Und auch aus dem Grund ist es für die Bahn schwer möglich, einen Verkauf dieser (unpersönlichen) Prämienfahrscheine zu unterbinden.

Falsch. Die Bahn könnte schon, wenn sie wollte. Allerdings ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis zu ungünstig. Die Kosten sind höher als der Nutzen. Außerdem ist die Bahn an ganz anderen Fakten interessiert, sie weiter oben.

Und ganz nebenbei: Eine Befragung des Fahrgastes sieht der Tarif bei den Prämienfahrscheinen nicht vor.

Wozu auch. Ich frage generell nicht nach, WER die Fahrkarte der/dem Reisenden kaufte. Hauptsache, sie/er hat eine. Wenn nicht, bleibt nur noch zu klären, ob sie/er diese kaufen kann und und wie sie/er diese bezahlen möchte.

Ethisch sieht das natürlich wieder anders aus. Aber Ethik PLUS Bahn PLUS eBay passen eben nicht zusammen ;-)

Du meinst die Moral, die Ethik befaßt sich mit der theoretischen Betrachtung.

Ich wünsche noch viel Spaß an euern kruden Theorien. Vielleicht kommt ihr irgendwann dahinter, wie sich der Preis einer Fahrkarte zusammensetzt. Falls nicht, ist es auch nicht schlimm...


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