IN: 6 neue HGV-Korridoren, statt Kühe und Elefanten (Allgemeines Forum)

Mario, Mittwoch, 04.01.2012, 17:43 (vor 5208 Tagen) @ Oscar (NL)

Bleiben nur die Fragen: wer soll das bezahlen? Und wenn man Züge von 70 km/h gewöhnt ist, was würde passieren, wenn ein Zug auf Schlag 320 km/h fährt? Durfte das Land mit einem 160-200 km/h IC-System nicht besser geholfen sein? Oder dürfen wir uns früher oder später auf den Velaro IN freuen?

Ich denke, dass man in Indien zwischen den großen Millionenstädten großen Bedarf für 320 km/h-Züge hat , ist unbestritten. Ein großes Land mit mehr als 1,2 Mrd. Einwohnern und derzeit 42 Städte mit mehr als 1 Mio. Einwohner braucht hochwertigen und schnellen Fernverkehr. Da würden schnelle Züge auf jeden Fall absolut Sinn machen und die Takte wohl auch recht dicht sein.

Jedoch abseits der Hauptmagistralen würde ich genau wie von dir vorgeschlagen ein B-Netz für 160-200 km/h aufbauen. Dieses soll für den Fernverkehr in der Fläche sorgen und auch "kleinere" Städte untereinander verbinden und diese an die großen Metropolen anbinden. Und genau weil die Züge in Indien sehr oft übervoll sind, sollte man hier ganz bewusst den Fokus nicht auf Schnelligkeit sondern auf hohe Streckenkapazitäten mit dichten Zugfolgezeiten und vielen Sitzplätzen legen.

Ich persönlich würde mich sehr über einen Velaro IN freuen und die Chancen dürften garnicht mal so schlecht stehen, denn er hat ja bereits in China gezeigt, was er kann, wenn man ihn lässt (Auch in Überbreite!). Und Indien würde ja dann auch noch den neuen Velaro bekommen, der noch zuverlässiger sein soll. Hier würde nämlich besonders das Thema Klimaanlagen ein große Rolle spielen. Da darf man also sehr gespannt sein, denn der Bedarf an HGV-Zügen dürfte in Indien beim Bau dieser 6 NBS-Korridore sicher dicke im dreistelligen Bereich liegen.


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