Bahn2030/2050 - Thread für alle Zukunftsträumereien ;-) (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Sonntag, 30.11.2008, 21:58 (vor 6318 Tagen) @ TheBlackman

Hallo Christian,

Okay, mal ganz konkret zum Thema Unterwegshalte auf SFS:
In Japan macht man es so, dass ... an fast allen Bahnhöfen auch Durchgangsgleise gibt, sodass die Shinkansen ohne zu bremsen durchfahren können... Kodama, Hikari, Nozomi...
Wäre dieses Konzept nicht auch was für Deutschland?

Deutschland ist kein Japan.
Japan kann das machen, weil das HGV-Netz auch nur von HGV-Zügen befahren wird.
Das Kapspurnetz ist für Cargoschlangen und Nahverkehr.
In Deutschland ist so ein Netz wegen der dichten Besiedlung kaum zu bauen, oder nur gegen sehr hohen Aufwand.
Zwischen Berlin-Amsterdam und Frankfurt-Amsterdam liegt ja auch keine HGV-Strecke.

Auch auf der SFS WÜ-H gibt es meines Wissen in FD, KS und GÖ Durchgangsgleise die aber nur für 100 km/h oder weniger geeignet sind.

1. Kassel ist kein Bologna (wo man unterhalb des heutigen Bahnhofs einen neuen Bahnhof gebaut hat, der oberirdische Bahnhof wird irgendwann abgerissen damit die Stadt nicht mehr zweigeteilt wird). Tieflage schlägt fehl, weil dort m.W. schon die Regio-Tram verkehrt.
2. Als Bestandteil der Srecke HH-M sind die 3 Lafas zwischen H-WÜ nicht der Limitfaktor. Wichtiger ist in dieser Hinsicht die Y-Trasse, ggf. mit einem Bahnhof "Soltau/Bad Fallingbostel ICE" dort wo Bummelbahn und A7 die Strecke kreuzen. Auch auf WÜ-N gibt es noch viel zu verbessern.

Gut die polyzentrische Besiedelungsstruktur Deutschlands war ist Eisenbahntechnisch schon immer ein Nachteil gewesen. Aber auch ein Problem, dass man nicht lösen kann? Wieso erstellen wir dann nicht mal ein Konzept z.B. Bahn2030 oder 2050 (ganz wichtig: Mit dem Ziel nicht einfach blind so schnell wie möglich zu fahren sondern ITF-HGV zu verwirklichen) und bauen einfach mal diese Diagonalen!!!

Das Viereck, heutiger Stand:

1. B-HH: 287 km in 1:39 -> 174.0 km/h
2. HH-K: 449.3 km in 4:00 -> 112.3 km/h
3a. K-N-M: 565.6 km in 4:33 -> 124.3 km/h
3b. K-S-M: 599.9 km in 4:37 -> 129.9 km/h
4. M-B: 638.8 km in 5:38 -> 113.4 km/h

Die Diagonalen (kreuzen bei H):

1. H-HH: 178.3 km in 1:15 -> 142.6 km/h
2. H-B: 256.2 km in 1:37 -> 158.5 km/h
3. H-M: 588.2 km in 4:13 -> 139.5 km/h
4. H-K: 306.7 km in 2:38 -> 116.5 km/h

Es sind vor allem die Diagonalen, die relativ gut ausgebaut sind.
Zusätzlich noch Anbindungen mit Frankfurt:

1. F-HH: 523 km in 3:37 -> 144.6 km/h
2. F-B: 583 km in 4:12 -> 138.8 km/h
3. F-L: 382.1 km in 3:22 -> 113.5 km/h
4a. F-N-M: 385.7 km in 3:10 -> 121.8 km/h
4b. F-S-M: 426 km in 3:41 -> 115.7 km
5. F-Basel: 335 km in 2:57 -> 113.6 km/h
6. F-K: 179.9 km in 1:12 -> 149.9 km/h

Ich bin eh dafür langfrstig (schon wieder dieses Wort ;-) aus nationalen Eisenbahnkonzepten europäische zu machen (macht die EU ja auch schon mit dem TEN-Programm) und ein Netz für Europa aufzubauen. Vielleicht sogar endlich die Rivalitäten zwischen TGV und ICE zu begraben und das Highspeed-Train Europe Projekt wieder auszugraben.

Leider sind die Anforderungen der verschiedenen Länder sehr unterschiedlich. In Frankreich herrscht einen Paris-Irgendwo Verkehr; in Deutschland reist man von Stadt zu Stadt. Die Zugtypen TGV und ICE sind auch so entwickelt worden. In ICEs werden ständig Fargäste gewechselt, im TGV steigen Richtung Paris vor allem Menschen ein, andersrum aus.

Ich bin auch der Meinung, dass in Deutschland HGV-Strecken wie Autobahnen gebaut werden sollen, wenn Deutschland einen echten "fliegerkonkurrenzfähigen" HGV anbieten möchte.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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