Der Aufwand - der geringe Nutzen (Aktueller Betrieb)

Giovanni, Dienstag, 13.12.2011, 17:50 (vor 5339 Tagen) @ GUB

Die Bahn ist für ihre Strategie der maximalen Intransparenz selbst verantwortlich.


Jaja komm. Sollen sie jetzt auch noch ihren Deckungsbeitrag offenlegen?
Was geht das die Öffentlichkeit an?


Ich antworte einmal dir stellvertretend für alle anderen:

Was geht es die Öffentlichkeit nicht an?

Ich bin der Meinung, dass bei der öffentlichen Verwaltung wie bei öffentlichen Unternehmungen das Prinzip der maximalen Transparenz anzuwenden ist. Das heißt: Alles, was veröffentlicht werden kann, soll auch veröffentlicht werden. Was z.B. nicht veröffentlicht werden sollte, wären unbeaufsichtigte Abstellplätze von Zügen (-> Vandalismus) oder welche Fahrgäste für welche Strecke Fahrkarten gekauft haben (-> Datenschutz). Aber was spricht gegen die Veröffentlichung des Zugbildungsplans?


Der Aufwand. Der hier wohl in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Möchtest du gerne in Zukunft mehr für deine Bahnfahrten bezahlen?

Der Aufwand den zu veröffentlichen?
Oder der Aufwand die Veröffentlichungen zu unterbinden?

Warum betreibt die Bahn einen Aufwand, solch harmlose Daten geheim zu halten? Und warum sollen Fahrgäste für diese Geheimhaltung zahlen?
Über Jahre hatte sich da keiner dran gestört.


Beispiel Dänemark:
Gleispläne, Geschwindigkeitsangaben, Regelwerke, Dienstfahrpläne, La-Hefte - alles öffentlich einsehbar auf dem Server des Netzbetreibers.
Vermutlich spart man sich dadurch auch einiges an Kosten - wenn man allein daran denkt was die Verteilung / der Versand der La-Hefte jede Woche kostet... (gedruckt werden müssten sie ja trotzdem)
Öffentlich einsehbar - weil Systeme zur Zugriffsbeschränkung auch nicht billig sind.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum