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Moin!
dieses Jahr soll es dann passieren: erstmals fährt eine private, nicht-staatsangeordnete [1] Bahn eigenwirtschaftlich Hochgeschwindigkeitszüge. Nuovo Trasporti Viaggiatori soll Herbst 2011 mit ihren "Schienenferraris" (AGV) Trenitalia ordentlich Konkurrenz machen. Das heißt: wenn alles gut geht, und leider ist das im Moment nicht der Fall.
Die Meldung vom 28.3. beim Lok-Report (derzeit ganz oben) gibt auch die Gegenposition wieder:
Aufgrund interner Probleme, die nicht von FS verursacht wären, hätte NTV schon viermal einseitig den Zeitpunkt der Betriebsaufnahme ihrer Züge verlegt. Statt genaue Kriterien einer Behinderung zu nennen, hätte NTV lediglich allgemein festgestellt, dass "eine wesentliche Änderung der Regeln für den Zugang zum Schienennetz" erfolgt sei. [...]
Die einzig wahre Aussage von NTV sei, das der Betrieb der Hochgeschwindigkeitszüge erst im Jahr 2012 erfolgen werde und nicht - wie mit verschiedenen Terminen angekündigt - in diesem Jahr.
Ich habe leider zu geringe Italienischkenntnisse, um mir ein eigenes Urteil bilden zu können. Allerdings zweifele ich (anhand diverser Meldungen der Fachpresse) nicht daran, daß FS und RFI italo das Leben so schwer wie möglich machen (wollen).
2. wenn zwei Unternehmen dieselbe Strecke fahren, ermöglicht das dem Unternehmen A auch Ersatzleistungen, falls Unternehmen B versagt.
Zu [2]: Partnerschaften gibt es schon, z.B. im Frankreich-Deutschland-Verkehr wo DB und SNCF nebeneinander fahren, ohne zu konkurrieren. Und zwischen Hengelo-Schiphol ist 1 von 4 Fernzügen pro 2 Stunden ein DB-Zug; zudem hat NS schon mehrmals einen ausfallenden DB-IC ersetzt, zumindest auf dem NL-Abschnitt.
DB-Wagen ja, aber doch unter der Betriebsführung der NS und es gelten NS-Fahrscheine? In dem Fall würde ich von einem NS-Zug sprechen, wie ich auch die ICEs südlich Basel als SBB-Züge sehen würde.
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Ich persönlich habe nichts gegen private Fernzüge, allerdings sollten sie in den Taktverkehr eingefügt werden und nicht die Trassen des bestellten Regionalverkehrs zerschlagen. Die Situation in Italien mit eigenen Gleisen für den Fernverkehr auf fast der gesamten Strecke (gut, nicht nach Bari ;-) ist mit der Lage in Deutschland nicht zu vergleichen, wo zumindest die Zufahrten zu den Großstädten von Fern- und Regionalverkehr bedient werden.
Vor dem Hintergrund des Rückzugs der DB aus der Fläche wäre es meiner Meinung nach sinnvoll gewesen, in Deutschland schwächer ausgelastete Fernzugstrecken auszuschreiben. Aber dafür ist es jetzt zu spät und das war nicht Deine Frage.
Viele Grüße, Sören
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