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<title>ICE-Treff - HSL-Zuid Seifenoper (164): EU-Untersuchung, schnellere Züge?</title>
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<description>Von und für Freunde des ICE, des schnellen Bahnverkehrs und der Eisenbahn überhaupt</description>
<language>de</language>
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<title>HSL-Zuid Seifenoper (164): EU-Untersuchung, schnellere Züge? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Offenbar wird es in Den Haag wieder einen neuen parlamentarischen Untersuchungsausschuss geben.</p>
<p><a href="http://www.railjournal.com/index.php/europe/dutch-parliament-launches-fyra-inquiry.html?channel=537">http://www.railjournal.com/index.php/europe/dutch-parliament-launches-fyra-inquiry.html...</a></p>
<p>Gegenstand soll die Einstellung des Highspeed-Services und die Vertragsstornierung der V250 sein. Anhörungen werden in der zweiten Jahreshälfte 2014 erfolgen. Ein Budget von immerhin 2.16 Mio. € steht bereit. Naja, gut Ding will Weile - und Euro - haben.</p>
<p>Derweil stehen die V250 nach wie vor in Watergraafsmeer herum, abgesehen wohl von einigen vereinzelten Testfahrten einiger überhaupt fahrbereiter Garnituren, damit die nicht einrosten. Das dürften wohl betriebswirtschaftlich gesehen derzeit die teuersten Zuggarnituren Europas sein. Null Passagierkilometer, und nur laufende Kosten. </p>
<p>Über Ansaldobreda wird inzwischen gemunkelt, dass evtl. Bombardier die Fabriken in Pistoia und Neapel schlucken könnte. Es würde dann dort nur noch Fertigung verbleiben, keine Konstruktion mehr. Nüchtern betrachtet würde es Sinn machen. Natürlich gibt es in Italien erhebliche Unruhe wegen der Unsicherheit über die Zukunft von Ansaldobreda, man befürchtet wohl zu Recht den Verlust vieler Arbeitsplätze. Die Gewerkschaften fordern eine Intervention der Regierung, um den italienischen Standort des Know-How zu erhalten. Aber die Regierung gibt sich bedeckt, man macht sich offenbar nicht zu viele Illusionen über die Überlebensfähigkeit der Firma.</p>
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<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=264137</link>
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<pubDate>Sat, 21 Dec 2013 20:11:31 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>Pantograph</dc:creator>
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<title>HSL-Zuid Seifenoper (164): EU-Untersuchung, schnellere Züge? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Laut italienischer Quellen hat die Finmeccanica inzwischen eine Art Auffanggesellschaft für Ansaldobreda gegründet, mit dem Namen: &quot;INMOVE&quot;. Jedoch scheint momentan noch völlig unklar, in welcher Form die Firmen weiter existieren werden. GE soll Interesse haben, Ansaldo STS zu kaufen - aber eben nur STS. Hitachi soll Interesse an Ansaldobreda gehabt haben, aber inzwischen hört man kaum noch etwas davon. Möglicherweise war den Japanern das Spektakel suspekt. Es gibt sehr viel Aufruhr um das Thema, allen voran durch die italienischen Gewerkschaften, die nicht wollen, dass der Transportsektor ausschließlich in ausländische Hände kommt. </p>
<p>Der Verkauf von Ansaldobreda ist nach wie vor unklar, jedoch ist Finmeccanica fest entschlossen, zu verkaufen. Laut Aussage des CEO, Alessandro Pansa, habe Finmeccanica vor allem ein Problem, und dieses Problem habe den Namen: Ansaldobreda. Die Nervosität bei Finmeccanica scheint also zu steigen, zumal das Bilanzergebnis im letzten Quartal wieder ungünstig aussah. Ein großer Teil der Verluste wird Ansaldobreda zugeschrieben. Das ist auch plausibel. Z.B. dürfte das Fiasko rund um die dänischen IC2 und IC4-Züge eine Menge Geld gekostet haben, Ansaldobreda musste den Preis im Endeffekt quasi halbieren und hat zudem diverse Strafzahlungen leisten müssen. Das IC4-Projekt kann für die Italiener kaum kostendeckend gewesen sein, und jetzt geht es mit dem V250-Desaster weiter, wo momentan noch gar nicht klar ist, welche Regressforderungen in welcher Höhe auf Ansaldobreda noch zukommen. Demgegenüber scheint Ansaldobreda für die nächste Zeit nur relativ wenig Aufträge zu haben. Bei dem Zefiro-Projekt ist Ansaldobreda technisch und konstruktiv nicht federführend, obwohl sie das in der Öffentlichkeit gern indirekt so darstellen (&quot;Rollout in Pistoia&quot; etc.). Das Projekt ist in der Hand von Bombardier (der Ferroviara-Teil) und kann wohl notfalls auch ohne Ansaldobreda geführt werden. Unter diesen Umständen ist mir überhaupt nicht klar, wer Ansaldobreda aus welchem Grund überhaupt kaufen sollte.</p>
<p>So, wie die Sache steht, darf sich die NS wohl keine übertriebene Hoffnung auf Schadenersatz machen. Die NS müssen selbst zusehen, was sie mit den Zügen machen. Auf Mithilfe der Italiener können sie jetzt nicht mehr vertrauen. Verkäuflich sind die Dinger unter diesen Umständen sicher nicht, allenfalls fast geschenkt. Wäre vielleicht sogar die beste Option. Ansonsten: entweder verschrotten, oder einige Züge als Ersatzteilspender hernehmen und den Rest ein paar Jahre fahren lassen. Vielleicht als Flughafenzubringer für Schiphol... Fraglich, ob das lohnt. Der Betrieb von Splitterbauarten ist eine teure Sache, erst recht, wenn der Hersteller nicht mehr hilft. </p>
<p>Aber jetzt stehen die Dinger sinnlos in Watergraafsmeer herum. Etwas vergleichbares gab es in der europäischen Eisenbahngeschichte m.W. noch überhaupt nie.</p>
<p>Die Traxx-Züge sind keine adäquate Dauerlösung. Und 160 km/h sind lächerlich, wenn man dafür eine HSL-Strecke gebaut hat für Milliarden Euro. 200 km/h wären für die bestehenden Verhältnisse o.k. und ausreichend. Warum dann aber eine Neubeschaffung mehr als 7 Jahre dauern soll, kapiere ich nicht. Die machen es schon wieder unnötig kompliziert.</p>
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<pubDate>Sat, 23 Nov 2013 14:32:45 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>Pantograph</dc:creator>
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<title>HSL-Zuid Seifenoper (164): EU-Untersuchung, schnellere Züge?</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Vorherige Folgen: <a href="index.php?id=233707" class="internal">150</a>, <a href="index.php?id=234301" class="internal">151</a>, <a href="index.php?id=234868" class="internal">152</a>, <a href="index.php?id=236022" class="internal">153</a>, <a href="index.php?id=236468" class="internal">154</a>, <a href="index.php?id=238083" class="internal">155</a>, <a href="index.php?id=242442" class="internal">156</a>, <a href="index.php?id=244930" class="internal">157</a>, <a href="index.php?id=250027" class="internal">158</a>, <a href="index.php?id=251184" class="internal">159</a>, <a href="index.php?id=251373" class="internal">160</a>, <a href="index.php?id=252076" class="internal">161</a>, <a href="index.php?id=254743" class="internal">162</a>, <a href="index.php?id=257251" class="internal">163</a>.</p>
<p><br />
Hallo ICE-Fans,</p>
<p><br />
wir machen weiter, wenn auch die Thematik sich nicht so groß geändert hat.<br />
Wie wir wissen, hat NS eine Alternative zu den defekten V250 angeboten. In Großen und Ganzen:</p>
<p>- vorerst 160 km/h schnelle &quot;IC&quot;s (TRAXX + ICR-Wagen, wie die aktuellen Surrogatzüge)<br />
- ab 2021 neue &quot;IC&quot;-Triebwagen für 200 km/h<br />
- HGV-Geschäft geht an Thalys und Eurostar (ICE International ungewiss)</p>
<p>Jetzt lassen einige Oppositionsparteien bei uns <a href="http://www.nrc.nl/nieuws/2013/11/20/cda-en-d66-willen-onderzoek-naar-fyra-alternatieven-van-ns/">die Vorhaben gerechtlich untersuchen</a>. Man vermutet unrechtmäßige Staatssubvention, weil NS jetzt weniger für das Transportrecht der HSL-Zuid bezahlt; auch die Erweiterung mit dem Kernnetz steht zur Diskussion. Zwei Eingriffe während der Konzessionszeit, das könnte EU-gesetzwidrig sein.<br />
Auch wenn das zuständige Regierungsmitglied das ganze schon gerechtlich untersuchen ließ, möchte die Opposition eine &quot;Second Opinion&quot; haben.</p>
<p>Inzwischen hat das Parlament damit <a href="http://www.treinreiziger.nl/actueel/binnenland/kamer_wil_eerder_snellere_treinen_voor_hsl-145796">zugestimmt</a>, dass NS möglichst vor 2021 Züge beschafft, welche zudem schneller als 200 km/h fahren können. NS ist damit nicht einverstanden: das würde einerseits bedeuten, dass das Abnahmeverfahren beschleunigt werden muss und somit die Sicherheit nicht garantiert sei. Andererseits seien 200+ km/h Züge viel teurer, während der Zeitgewinn minimal sei.</p>
<p>Mit dieser Sehensweise muss ich NS recht geben. Aber: wenn Arriva bereits 2018 schnellere &quot;IC&quot;s betreiben kann, soll das Unternehmen eine faire Chance dafür bekommen. Jetzt sieht es so aus, als ob die Regierung die Transportunternehmen voorängig behandelt, während es für den Fahrgast nicht besser wird.</p>
<p>Auch interessant: die Regierung findet 160 km/h vmax für die Relation Amsterdam-Brüssel ausreichend. Auch über die HSL-Zuid.</p>
<p><br />
gruß,</p>
<p>Oscar (NL).</p>
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<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=259531</link>
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<pubDate>Wed, 20 Nov 2013 12:21:33 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>Oscar (NL)</dc:creator>
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