Der Kunde steht im Mittelpunkt! (Allgemeines Forum)

Blaschke, Freitag, 30.07.2010, 18:54 (vor 5730 Tagen) @ fjk

Hallo!

außer dem Fahrgast, der (bei Befragung) zwei Mal gestört wird und (wenn er aufpasst auch bei Zählung) eigentlich immer denkt "jetzt bezahlen sie hier schon wieder einen zum Zählen statt dass mal ein Schaffner mitfährt, die Verstärker-S-Bahnen nicht ständig wegen fehlender Lokführer ausfallen, jemand bei jeder Wende das Klo leert, oder jemand da ist, der sinnvolle sms an die neuen Anzeigetafeln versendet".

Nö! Soweit denkt der Fahrgast gar nicht...

Gut, wenn das Betriebsklima mit den Zubs stimmt - wenn man bei den Zählopfern auch noch gut ankäme, wär ja aber noch besser, nicht wahr?

Das ist doch so selbstverständlich, dass ich es hier gar nicht erwähnt habe! Wer nicht auf Menschen und Situationen eingehen kann und immer individuell die richtige Ansprache findet, der sollte den Job besser sein lassen.

Ich habe jedenfalls bislang keine Probleme gehabt. Klar sind manche Fahrgäste sauer, weil sie grad Anschlüsse verpaßt haben. Klar sind manche genervt, und das nicht nur von der Bahn. Klar wollen manche ihre Ruhe haben. Aber das ist doch auch okay. Darf man doch nicht persönlich nehmen. Wirklich dumm angemacht wurde ich bislang erst ein einziges Mal. Wenn die Kunden sagen: Möchte ich nicht, dann ist das für mich in Ordnung.

Mit einem hatte ich etwas später dann, als nix mehr zu tun war, noch ein längeres, total freundliches, entspanntes Gespräch. Er hat mir erklärt, warum ihm das auf den Geist ging. Wir haben uns jedenfalls schlußendlich lange nett unterhalten und uns per Handschlag verabschiedet. Und auch die sonstigen Reaktionen der Fahrgäste zeigen mir, dass es so schwer nicht ist, den FahrGÄSTEN NICHT auf den Geist zu gehen. Einfach mal ein Lächeln, freundliche Worte, hilfsbereit und den Fahrgast als Partner und nicht als Gegenüber sehen - das spüren dann auch die Fahrgäste; die meisten zumindest. Und wenn man dann noch im Zweifel die hohe Kunst des Smalltalks beherrscht und sich bedankt und mit einem Lächeln und guten Wünschen verabschiedet, dann kann fast nix schiefgehen.

Und so haben zu befragende Fahrgäste und ich auch schon Züge wie montags (!) 4:21 Uhr Osnabrück - Bremen oder montags (!) 5:15 Uhr Osnabrück - Braunschweig ohne Schäden überlebt.

Aber ich denke ja als Zählopfer genauso und versuche bei entsprechender Fahrkarte und auf dem Posten immer ein paar persönlich bedroht gefühlte Strecken einzubauen.

Hauptsache, Du kennst dann auch die entsprechende Verbindung. Als Bahnfan ist man da natürlich im Vorteil, wenn man dem Fahrgast nicht jedes Wort aus der Nase ziehen muss, sondern schon von vornherein fragen kann: Ach, dann fahren sie mit Fa. xxx und/oder Zug xxxx.

Und wehe, da würde ich Dich bei einer falschen Antwort erwischen!!! ***grinz***

PPS: Was bevorzugt Bimdz-Experte B denn im 1806? Aimz oder Bm;-)

Bei Abfahrt Münster den Aimz - weil direkt hinter der Lok. Beim Anfahren muß ich die Lok hören. Kurz vor Lengerich hab' ich dann rübergemacht in den Bm-Wagen. HERRLICH! Bin noch ganz entzückt und der Welt ein wenig entrückt vor Begeisterung. Vor allem das jahrzehnte nicht gehörte Gequietsche der Abteiltüren bei offenen Fenster war höchster Musikgenuß in meinen Ohren!

PPPS: Wenn man beim Tippen von "Fahrkarte" leicht links angestuppst wird, kommt "Fahrkatze" raus :-) Was ist das?

Das Gegenteil vom Schneckengetriebe.

Schöne Grüße von

jörg


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