Touch & Travel / eco-program (Allgemeines Forum)

GUM, Donnerstag, 29.07.2010, 17:51 (vor 5733 Tagen) @ fjk

Weniger witzig:
* man darf sich wieder mal um alles selber kümmern, besonders wenn etwas kaputt ist (z.B.: "Was passiert, wenn ein Kunde vergisst, sich abzumelden?[...] 3. Der Kunde muss innerhalb von 4 Stunden nach einer telefonischen oder automatischen Abmeldung eine Statusabfrage durchführen und nach der automatischen Abmeldung im Kundenportal Angaben zum Ein- bzw. Ausstiegshalt geben." oder "Was passiert, wenn die An- oder Abmeldung aufgrund von Vandalismusschäden nicht möglich ist oder der Chip im Touchpoint defekt ist? Jede Haltestelle wird mit einer ausreichenden Anzahl von Touchpoints ausgestattet, die in regelmäßigen Abständen gewartet und geprüft werden. Die Qualitätssicherung ist wesentlicher Erfolgsfaktor für die Akzeptanz des Systems. [Toller Satz. Solche Konzepte will ich auch schreiben!] Sollte eine Anmeldung trotzdem einmal nicht möglich sein, muss der Kunde sich alternativ eine reguläre Fahrkarte am Automaten oder im Reisezentrum kaufen, sonst ist er nicht im Besitz einer gültigen Fahrtberechtigung. [...] Außerdem ist es wichtig, dass der Kunde[!!!] den defekten oder beschädigten Touchpoint mit der entsprechenden Nummer des Touchpoint und den Standort zeitnah der Kundenbetreuung meldet, damit er ggf. ausgetauscht werden kann. Der Kunde kann die Kundenbetreuung kostenfrei anrufen oder sie per E-Mail über das Kundenportal über das Problem informieren.")
* Es werden die Funkzellen gespeichert, wo mein Telefon war. Ziemlich bedenklich. Und wenn ich das Ausloggen vergesse, hört das auch nie auf...
* Der einzige Vorteil des Systems, automatische kundengünstige Tarifierung, geht nicht richtig: "Welche Fahrkarten sind im Pilotgebiet eingebunden? [...] - Tagestickets im Verbund (werden automatisch erstellt, sobald sie tariflich günstiger als die an einem Tag vom Kunden getätigten Einzelfahrten sind; Ausnahme: RMV)" - hallo, Damundherrn in Frankfurt? Wenn schon - denn schon, bitte!

Welch Überraschung: auf diese Art und Weise kriegt Ihr mich nicht.

freut sich gleich wieder auf eine harmlose Papierfahrkartenfahrt durch die großen Funklöcher der Kölner Bucht
fjk

Was für ein Beitrag, danke dafür. Abgesehen davon verschwendet dieses System jedes Jahr Millionen Tonnen CO2. Man denke nur an den Datenmüll, der insbesondere dann beim täglichen Pendeln entstehen wird. und die enormen Einnahmen der IT/TK-Industrie. Manchmal hat man den Eindruck, dass der Bahnvorstand in Wirklichkeit auch von den Telekommunikationsunternehmen bezahlt wird.

Und nach den immer noch nicht behobenen Datenschutzskandalen der Bahn möchte ich dort nicht meine kompletten Bewegungsdaten hinterlegen.

Man hat seit der Mitarbeiterbespitzelung leider immer noch nichts gelernt ! Das folgende "Online-Formular"
https://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/fahrgastrechte-formular.shtml
fragt immer noch nach dem Geburtsdatum.

Man stelle sich den berechtigten Aufschrei vor, wenn man im Supermarkt eine Kleinigkeit kauft, dann reklamiert und letztlich bei der Kasse wegen ein paar Euro seine kompletten Daten angeben müßte.

Deshalb:
Datenschutz Setzen 6
Kundenfreundlichkeit bei Reklamationen 5-

und wie immer:
Verhalten der Mitarbeiter IM Zug 1

Sollte mal der Datenschutzbeauftragte der Bahn in Angriff nehmen. Mit ihm selbst telefonieren hat übrigens nicht viel Sinn....


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