Danke für den Beitrag (Allgemeines Forum)

GUM, Mittwoch, 28.07.2010, 16:14 (vor 5732 Tagen) @ fjk

Moin,

Eigentlich interessant aber die bahneigene Propaganda dazu (s. Link oben):
"Mit finanziellen Mitteln aus dem Konjunkturprogramm des Bundes werden bis Ende des Jahres 2011 bundesweit rund 2.800 dynamische Schriftanzeiger montiert. [...] Dies bedeutet zusätzlich eine Investition in Höhe von 21 Millionen Euro. „Keine Frage, wir müssen besser werden bei Qualität und Service."
Also ist es nicht mal die Bahn, die ihren tollen Gewinn hier Qualitätsundservicesteigernd einsetzt? Sondern wie üblich wieder WIR? Toll. Und selbst wenn man den Gesamttext anders interpretiert und die Bahn über die 2800 vom Bund bezahlten Anzeigen hinaus für weitere 21 Mio "flächendeckend" LED-Flimmerkisten anschraubt (was fehlt bei 2800 denn noch?) - was hilft's?

verzweifelt fjk

Und bitte nicht verzweifeln :-)

Die Bahnführung hat halt komplett den Überblick über sich und ihre Produkte verloren. Mir als Reisendem nutzt eine dynamische Fahrgastinformation überhaupt nichts.

Wenn ich reisen möchte und es ist eine Verspätung von z. B. 8 Minuten angeschrieben, was soll ich denn damit anfangen ?
Wie bei den im System Bahn ausgewählten Managern immer der Fall reagiert das Prinzip: Möglichst viel Geld für sinnfreie Technologie ausgeben, allerdings beim Personal und Wartung knapsen wo es geht.

Beispiel: Für alle S-Bahn Bahnhöfe und Nahverkehrsstationen tut es theoretisch gesehen auch "nur" ein Blechschild, wann die Bahn denn fährt. Da steht dann
z. B. drauf: 09, 29, 49, 09.
Für jeden klar und bei stabilem Fahrplan auch kostengünstig. Kein Grund bei jedem abfahrenden Zug Daten über ein Datennetz zu senden und dynamisch alle paar Minuten an Tausenden Stationen die Anzeigen zu aktualisieren.

Und klar, es ist wie bei S21: Der Steuerzahler kommt für etwas auf, zahlt Milliarden und das wird dann schlecht bewirtschaftet. Gilt genauso für den zweiten S-Bahn-Tunnel München. Anstatt ein paar neue Wagen, Luftfilter und einen neuen Bahnsteig in München-Kolumbusplatz gräbt man einen riesigen Tunnel.

Aber kein Grund zum Verzweifeln, auch hier kommt die Presse und Öffentlichkeit dem Betrug auf die Schliche.

Fahrzeiten München-Augsburg in den 90er-Jahren: 30 Minuten (ICE)
heute: 38 Minuten....

Freuen wir uns doch auf die neue Bahn in 2012...


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