Ein Fall für den Kater ... (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 09.08.2026, 12:09 (vor 1 Tag, 21 Stunden, 53 Min.) @ TUI-Ferienexpress
bearbeitet von Der Blaschke, Sonntag, 09.08.2026, 12:11

Hey.

vielen Dank für die Information. Freue mich immer darüber...

Ja, hier wird was geboten. Beim RE 9 hier wird der Lokführer zum Fußgänger: eine Tür springt ständig aus der Führungsschiene. Nach einem halben dutzend Mal ist man jetzt doch auf die Idee gekommen, die Tür abzusperren. Sogar die Bezettelung funktioniert.

Nun wollte ich eigentlich Richtung Hamburg weiter. Kleines Problem: bei Sottrum hatte die Bundespolizei die Strecke gesperrt; warum, schreibt strecken-info nicht - in Bremen ist später von Notarzteinsatz die Rede. Einige Metronome werden von Rotenburg nach Verden umgeleitet, wo man mit dem RE 1/8 hin oder weg kommt. Erster Zug ab Bremen soll 12.33 Uhr verkehren. Das ist mir zu spät. Und der Umweg jetzt nicht reizvoll.

Im Zug nach Bremen fragt die Frau ihren Mann nach der Zugnummer des Metronom; ChatGTP, was sie befragt hat, wolle eine Zugnummer. Die Antwort "RB 41" ist zum einen die Liniennummer und hilft zum anderen auch nicht weiter. Eine andere Kundin informiert dann über die Möglichkeit der Fahrt über Verden. Bahnfahren fördert Kommunikation durchaus.

In Bremen soll der Talgo nach Westerland fast pünktlich erscheinen. Was einerseits erstaunt - andererseits nicht, startete er heute doch erst in Münster statt in Köln. Als Anschluß wird er auch 2x angesagt, mit beiden Zugnummern. Bei der Einfahrt dann als Sonderzug vereinigt mit dem ICE.

Nun überlegte ich, mir die Mitfahrt gewähren zu lassen. Leider stand das Zugteam nicht an der üblichen Stelle zwischen 1. und 2. Klasse, sondern ganz vorne. Wo niemand steht, kann ich niemanden fragen.

Damit hat sich der heutige Arbeitsauftrag dann erledigt. Womit die Überschrift klar wird: Bahnfahrt war für die Katz. Ich beschließe, mich in Bremen der Systemgastronomie zu widmen und Yorma's zu konsultieren - zumal die dort stets sehr freundliches Personal haben und auf zack sind. Auf den RE 9 zurück hab ich keine Lust - ich nehme mal die RB 58 gemütlich über Vechta. Wenn man da mal kein Dienst hat, kann man sich ja der Streckenkunde widmen; ist ja sonst keine Zeit, da ist ja ein pausenloses Kommen und Gehen. Nur den Cola-Verzehr muss ich mir einteilen - das WC ist defekt. Aber die Klimaanlage bollert wie irre und hält die Flasche samt Inhalt kalt.

Eben noch ein paar Screenshots von den ganzen Störungen - muss ja einen kleinen Bericht schreiben zur Vermeidung von Malus, weil ich den Auftrag nicht erfüllen konnte.

Apropos Auftrag und "Kater". Da klmmen wir zu Garfields1905 altem Revier: dem Metronom. Letztens quasselte ich vor Abfahrt und dann auch während der Fahrt noch mit dem Metronom-Schaffner, der, wie üblich, vorm Dienstabteil saß. Es ging um Jens Spahn, die AfD, Putin und Trump und die ganz großen Linien der Weltläufte. Dann meinte er, er müsse jetzt mal los; kontrollieren. Gerade seien wieder die Überwacher unterwegs. Auf Nachfrage erzählte er, dass dann "Zivilisten" im Zug seien, die schauten, ob er kontrolliere, durchlaufe, gepflegt aussehe usw usw. Und wenn nicht, sei dann die Chefetage lästig. 2x im Jahr für ein paar Wochen sei das immer so. Und die Leute erkenne man dummerweise nicht auf den ersten und auch nicht auf den zweiten Blick. Ich denk: Stimmt! Mit einem davon redest du ja gerade ... ;-)))

Spass bei Seite.

Das wäre falsch. Satire hat es bei Bahnens deswegen so schwer, weil die Realität dort die Satire oft überholt ...

Was war eigentlich gestern zwischen Münster und Rheine los?

Keine Ahnung. Fr/Sa war ich bei ner Bekannten auf dem Nachtbus mitgefahren. 22 bis 6 Uhr. Und so hatte ich Samstagnachmittag nur einmal Hasenbahn Osnabrück - Vechta - Bremen. Dort hatte ich zu Beginn wie üblich mit ein paar Fahrgästen zu kämpfen, die die RB 58 mit dem RE 9 in ein Topf warfen (ob 9 oder 58 - Hauptsache Bremen) und denen bei Abfahrt nicht klar war, dass das jetzt eine Stunde länger dauert nach Bremen als mit dem RE 9 - was regelmäßig einen Schock der Kunden nach sich zieht. Wenn der überwunden ist, muss man ihnen dann den Drang ausreden, nach Osnabrück zurückzukehren, um es mit dem RE 9 zu probieren; ist natürlich Unsinn.

Total genervte Reisende berichteten vor 18 Uhr von mehreren nacheinander ausgefallenen Zügen ab Münster, die zu stundenlangen Verspätungen geführt haben sollen...
Ihren Ärger und Unmut kompensierten sie dann unter konsequentem besetzen der Fahrradstellplätze in der Westfalenbahn....

Jo, so funktioniert Eisenbahn. Eigene Kompensation schaffen; fertig.

Und stundenlange Verspätung: vom älteren Ehepaar, die aus Westerland kamen und in Lohne dank all der Glanzleistungen der Eisenbahn satte 4(!!) Std Verspätung hatten, habe ich glaube ich schon berichtet. Man kommt ja - zum Glück für euch - gar nicht mehr hinterher. Würden wir Bahnfahrer all die Erlebnisse und Unzulänglichkeiten und all den Irrsinn konsequent aufschreiben, müßte man ein neues Rechenzentrum in die Welt setzen. Wobei die Rechner 24/7 auf Höchstleistung liegen und der Stromverbrauch so gigantisch wäre, dass man mehrere Landkreise verspargeln müßte. Mit Solaranlagen zupflastern. Und einen Stausee errichten müßte für ein Wasserkraftwerk.

Und x-x bräuchte nicht mehr studieren, sondern wäre ausgelastet damit, all den Berichten zu widersprechen und zu erklären, warum das alles so wie es ist, richtig und gut ist. Da würde der Welt als Folge ein großartiger Plüschetagler fehlen. Deswegen ist hier jetzt auch erstmal Schluß.

Schöne Grüße von jörg. Nächster, äh übernächster (ich hatte beim Senden erstaunlicherweise Empfang ...) Halt: Lutten - da stehen die ..., lautet ein alter Spott. Auch falsch. Bislang will da höchstens öfters wer die eine Station nach Vechta schwarz mitfahren ...

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)


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