Grundsatz-Gejammer ist unberechtigt (Allgemeines Forum)
Irgendwo am Ende werden es so 20 Milliarden werden, schätze ich. So what. Auf mindestens 100 Jahre Nutzung umgerechnet Peanuts.
Kein starkes Argument. Die gleichen hypothetischen 20 Milliarden hätten in sinnvollere Projekte investiert werden können, wo die Kosten in 100 Jahren im Vergleich zum Nutzen noch kleinere Peanuts gewesen wären.
Nun ja,
bei der nunmehr Höhe der Investitionskosten, der Tatsache dass die DB den allergrößten Teil trägt,
liegt dieser Schluss auf der Hand, klar, trivial.
Das hat aber eh viel von.... hätte wäre wenn..
Außerdem wird Stuttgart 21 ein Publikumsmagnet werden und ein Zentralbahnhof, um den uns wie auch beim Berliner Hauptbahnhof die Welt beneiden wird. Und so wie die Schweizer zwar gern über Deutschland zetern, aber gern Einkaufen bei uns und deutsche Autobahnen gern zum Rasen nutzen, werden sie neidvoll die Gäubahnzüge zum S 21-Bestaunen bevölkern. Da kommt reichlich Geld wieder rein. Dazu muss man all die Fahrzeitverkürzungen mit dadurch eingesparten Fahrzeugen und Personalen gegenrechnen, wenn der zeitraubende Unsinn des Kopfbahnhofs erstmal wegfällt.
Der Berliner Hauptbahnhof war eine kluge und weitgehend gelungene Investition, welche reichlich Kapazität schuf. Stuttgart 21 macht das nicht; laut Kritikern reduziert es sogar die Kapazität.
Kein starkes Argument.
Beim Berliner Hauptbahnhof bzw. insgesamt dem Pilzkonzept gab es ebenso erhebliche Zweifel & Kritiken,
mit den gleichen Argumenten wie dann später in Stuttgart.
Wie auch in Stuttgart hatten sich in Berlin keinerlei Weltuntergangsszenarien bewahrheitet,
weder ist der Tiergarten in Berlin ausgestorben noch der Stuttgarter Fernsehturm umgestürzt.
Aber auch bzgl. Berlin gibt es noch heute solche Leute, die nach wie vor das Konzept kritisieren und die Kapazität des Berliner Hauptbahnhofs in Frage stellen..
Im Jahr 2200 wird man uns feiern für unseren Weitblick und unsere Visionen. Die leichten Verzögerungen und Kostensteigerungen sind bestenfalls, wenn überhaupt, eine Randnotiz - über diese ganzen Gegner und Protestierer lacht man sich dann zu Recht kaputt; die taugen höchstens zu irgendwelchen Running-Gags.
Stell Dir vor, die Milliarden wären in die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit des existierenden Netzes investiert worden, und in die bekannten Engstellen wie südliches Rheintal und das Ruhrgebiet. Dann würde man sich 2200 noch viel mehr freuen über eine funktionierende, pünktliche und hochfrequente Bahn.
Spring mal gedanklich zurück.. ins Jahr 2010,
als Stuttgart 21 beschlossen wurde, mit extrem mangelnden Rückhalt des Bundes
und dann damals mit dem Gedanken, dass im Jahre 2026 mehr als 20 Mrd Euro in das Bahnnetz investiert wird.
Allein der Gedanke wäre als völlig surreal abgetan worden.
Durch die vollkommen unrealistischen Kostenschätzungen wurden wichtige Projekte verdrängt, welche jetzt liegengeblieben sind. Und nein, Du kannst nicht einfach davon ausgehen, dass diese die gleichen enormen Kostensteigerungen erfahren hätten.
Das Argument liest man häufiger,
kommt so populisitsch ja auch ganz gut an.
Im Detail wurde da bislang kein einziges Projekt benannt.
Rein formal erscheint es eh nicht plausibel.
Es handelt sich hier mit Stuttgart 21 um ein eigenwirtschaftliches Projekt der DB AG.
Projekte des Bundes bzw. mit nahezu kompletter Bundesfinanzierung können also nicht verdrängt worden sein.
Nein, natürlich kann man nicht davon ausgehen, dass bei allen anderen Projekten ebenso Kostensteigerungen auftreten würden,
vor allem daher, dass es sich bei den jüngsten Problemen um Koordinierungsprobleme gehandelt hat, die in der Größe des Projekts und eben auch in den Akteuren zu begründen sind, s.o.
Die allermeisten Projekte der DB erfahren (inflationsbereinigt) keine Kostensteigerungen.
Und natürlich kann man davon ausgehen, dass es derlei Kostensteigerungen auch bei anderen Projekten geben könnte,
ist eher unwahrscheinlich, aber kommt durchaus vor.
Oft kommen derlei "enormen Kostensteigerungen" vor bei Projekten, die von Gegnern von Stuttgart 21 aufgeführt werden.
Da ist das aber auf einmal gar kein Problem..
gesamter Thread:
- Stuttgart 21: Jetzt auch 3 Milliarden Mehrkosten bekannt -
Alphorn (CH),
26.06.2026, 20:00
- Stuttgart 21: Jetzt auch 3 Milliarden Mehrkosten bekannt -
Aphex Twin,
26.06.2026, 23:28
- Stuttgart 21: Jetzt auch Inbetriebnahme 2031 bekannt -
Henrik,
27.06.2026, 03:42
- Das ganze Gejammer ist sowieso albern. -
Der Blaschke,
27.06.2026, 04:17
- Das ganze Gejammer ist sowieso albern. - Alter Köpenicker, 27.06.2026, 09:58
- Nein, das ist berechtigt -
Alphorn (CH),
27.06.2026, 18:51
- Grundsatz-Gejammer ist unberechtigt - Henrik, 01.07.2026, 02:02
- Stuttgart 21: Jetzt auch Inbetriebnahme 2031 bekannt -
Aphex Twin,
27.06.2026, 13:50
- Stuttgart 21: Jetzt auch Inbetriebnahme 2031 bekannt - Henrik, 01.07.2026, 00:42
- nur Getroffene bellen so laut – war doch alles absehbar
-
sb,
28.06.2026, 09:42
- ja, wo doch für Gegner alles exakt absehbar war
-
Henrik,
01.07.2026, 03:50
- ja, wo doch für Gegner alles exakt absehbar war
- Das ganze Gejammer ist sowieso albern. -
Der Blaschke,
27.06.2026, 04:17
- Stuttgart 21: Jetzt auch Inbetriebnahme 2031 bekannt -
Henrik,
27.06.2026, 03:42
- natürlich liegt es an fehlenden Vetomacht der Bevölkerung -
Arctocebus,
27.06.2026, 10:30
- natürlich liegt es an fehlenden Vetomacht der Bevölkerung - Der Blaschke, 27.06.2026, 13:35
- eine Volksabstimmung hätte Stuttgart 21 zu Fall gebracht -
Henrik,
27.06.2026, 18:56
- ich weiss nicht worauf du hinauswillst
-
Arctocebus,
27.06.2026, 19:57
- Es gab eine Volksabstimmung - Mike65, 28.06.2026, 10:34
- ich weiss nicht worauf du hinauswillst
- Stuttgart 21: Jetzt auch 3 Milliarden Mehrkosten bekannt -
Aphex Twin,
26.06.2026, 23:28