(ZM:) Italo fühlt sich von der DB ausgebremst. (Allgemeines Forum)

Sanformatiker, Samstag, 23.05.2026, 13:58 (vor 5 Tagen) @ JeDi

Für das Gesamtsystem sind Wettbewerber aus meiner Sicht unter den aktuellen Rahmenbedingungen schädlich. Es nützt ja nix, wenn man für 4,99€ zwischen Frankfurt und Köln oder Berlin und München zwischen 6 Zügen die Stunde wählen kann, wenn dafür anderswo gar kein Angebot mehr besteht.


Doch - in Anbetracht dessen, dass die allermeisten Reisenden inzwischen mit zuggebundenen Angeboten unterwegs sind, ist für diese Reisenden scheißegal welches Angebot außerhalb des einen Zuges den sie gebucht haben besteht...

Die Meisten sind noch lange nicht alle. Und es geht mir da gar nicht um das flexible Reisen nach der Buchung, es geht mir schon darum, dass gewisse Verbindungen dann gar nicht mehr durchbuchbar sind. Bisher IC von DB Fern von Bad Zwischenahn nach Hannover als Zubringer genutzt, dort mit ICE weiter nach Fulda und von dort nach Erfurt. Alles DB Fernverkehr, ein Ticket, volle Fahrgastrechte.

Nun im Wettbewerb fährt in der Trasse des idealen Anschluss-ICE in Hannover Flixtrain mit einem seiner Talgos. Ab Fulda im Wettbewerb würde es mit dem Italo weitergehen. Ich kann nicht mehr durchbuchen bzw. wenn muss an den Umsteigebahnhöfen längere Umsteigezeiten in Kauf nehmen. Buche ich alles einzeln, habe ich Pech, wenn schon der IC aus Bad Zwischenahn Verspätung hat und ich kann meine Tickets für Flix und Italo in den Wind schießen. Die Netzwirkung ist weg. Und machen wir uns nichts vor: Der Italo wird ja nicht zusätzlich zu allen Zügen von DB Fernverkehr fahren. Verbindungen der DB werden entweder weil die Trasse gebraucht wird oder weil die Nachfrage zurück geht entfallen.

Zuggebundene Tickets profitierten ja weiterhin noch vom Netz mit regelmäßig funktionierenden Anschlüssen, die Zugbindung ist ja nicht auf einen Zug beschränkt, sondern kann ja auch mehrere FV-Züge umfassen bei einer Reisekette. Selbst wenn ich die Verbindung nach wie vor zuggebunden auf einem Ticket gebucht bekomme, profitiert man im Störungsfall von der Netzwirkung. Solange alles (oder fast alles) DB Fern ist, nehme ich einfach den nächsten Zug auf der Strecke, wenn durch Verspätung die Zugbindung aufgehoben ist. Jetzt ist aber der nächste Zug ein Flix, Italo, Westbahn. Einfach einsteigen - wie bisher - ist nicht mehr. Also entweder noch einen Takt später fahren oder Ticket kaufen und auslegen und nachher erstatten lassen. Fällt dann aber aus: Flix reservierungspflichtig damit keine vergleichbaren Bedingungen mehr. Erstattung abgelehnt - Schade. Das ist doch Müll. Der Wettbewerb nützt am Ende nur Leuten, die auf den Rennstrecken ohne Umstieg pendeln, da fallen die Preise. Alle anderen gucken in die Röhre und können von Glück reden, wenn überhaupt ein halbwegs attraktives Angebot übrig bleibt.


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