Tunnelknall bremst ÖBB ein (Aktueller Betrieb)

numi, Montag, 16.03.2026, 23:56 (vor 22 Stunden, 17 Minuten) @ Henrik

Wie kommst Du da auf "deutlich mehr als 10 Sekunden"?

Ich habe das mal aus Interesse in eine Fahrdynamiksoftware getippt. Folgende Ergebnisse für die Einschränkung auf 190 km/h ggü. der durchgehenden Fahrt mit Höchstgeschwindigkeit:

Bergwärts 250 km/h: 31,4 s
Bergwärts 230 km/h: 17,5 s
Talwärts 250 km/h: 19,7 s
Talwärts 230 km/h: 10,0 s

Ich weiß jetzt nicht genau wo die LA liegt, daher habe ich die 500 m jetzt einfach mal so gesetzt, dass das Portal in der Mitte ist. Der Zug ist ein ICE 3 verändert auf 6 MW Leistung und 416 t Besetztgewicht, der einen Giruno darstellen soll (die Software hat den Zug sonst nicht). Als Tunnelfaktor (also den erhöhten Luftwiderstand im Tunnel) habe ich wegen dem engen Querschnitt 2,0 gewählt.

Das Problem bei der Fahrt bergwärts (also in Richtung Klagenfurt) ist nun, dass der Zug im Tunnel mit dem deutlich höheren Luftwiderstand den Berg nicht hoch kommt. Das ganze verhält sich dann so:

3,5 km vor dem Tunnelportal beginnt die Bremsung von 250 km/h auf 190 km/h. Die 190 km/h werden dann 250 m vor dem Tunnelportal erreicht, 250 m nach dem Portal darf wieder beschleunigt werden. Das bringt aber nicht viel, durch die Steigung und den hohen Luftwiderstand erreicht der Zug bis zum Ende des 6.076 m langen Tunnels nur 215 km/h. Auf dem flachen Abschnitt nach dem Tunnel geht es dann relativ schnell in etwa 4,3 km zurück auf 250 km/h. Insgesamt fuhr der Zug nun fast 14 km lang mit einer Geschwindigkeit von unter 250 km/h.

Sonic-Boom-Bauwerke wird man gewiss nicht "nachrüsten".

Ich kann das schwer einschätzen. Ggf. reichen ja auch kleinere Maßnahmen. Der Albabstiegstunnel hat ja auch nur solche kleineren Lufteinlässe oben an den Portalen und kein größeres vorgelagertes Bauwerk (Bild). Naja, mal sehen was da noch passiert.


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