Beides ist nicht zielführend ... (Allgemeines Forum)

gnampf, Donnerstag, 05.03.2026, 14:07 (vor 56 Tagen) @ Der Blaschke

Murks ist beides. Letzteres täuscht dann u.U. einen verkehrenden Zug vor, der gar nicht fährt aktuell. Und am Folgebahnhof quäkt Else alle 5 Minuten eine um 5 Minuten erhöhte Prognose vor.

auf ein stumpfes Hochzählen jede Minute wo der Zug steht wirds wohl auch nicht drauf hinauslaufen.
Da man sich ja modern und mit KI geben möchte, ist die Erwartung das die Automatik erkennt welches Hindernis der Zug gerade hat, und daraus dann eine Prognose ableiten kann. "Strecke gesperrt, Zug wird umgeleitet" -> ok, da brauchen wir jetzt X Minuten für den neuen Fahrplan, dazu die verlängerte Fahrzeit der anderen Streckem, ergibt also Z Minuten Verspätung. "Personal aus vespäteter Vorleistung fehlt" -> Ok, in welchem Zug stecken die, und wann sollen sie ankommen? Müssen sie noch Pause machen? Dann neue Prognose erstellen.
Theoretisch machbar. Praktisch müssen dafür eine Menge Daten rein gefüttert werden. Und dann bleibt die Gefahr das rumphantasiert wird... Zug ist 5min vor Plan, da kommt der Erfahrung nach dann am nächsten Halt der Rückschlag, also hauen wir da gleich mal +60 drauf.
Und was sie auch hinbekommen sollte: "unbekannt" zu sagen, solange unklar ist wie es überhaupt weiter gehen könnte.


Es wäre schon was gewonnen, würde der Navigator wie bei bahnexpert unterscheiden, was Echtzeitdaten sind und was Prognose. Dann muss man danach jeden Bahnfahrer noch zu einer Einweisung/Fortbildung bzgl des Navigators zwingen.

Als Bahnfahrer weiss man: das sind alles Prognosen, egal ob die Hütte rollt oder nicht. Was hilfts mir das ich weiss, dass ich 5min zu spät im Vorfeld vom Frankfurter Hbf ankommen werde... wenn dabei absolut unklar ist wie lange ich da rumstehen darf bis man mich rein lässt aufgrund vom verpassten Slot.

Es gibt nunmal genug Fälle, da ist eine fundierte, möglichst minutengenaue Prognose gar nicht möglich! Das muss man dem Kunden auch wieder lehren! Wie früher: "unbestimmt später". Basta.

Aus Erfahrungen kann man da schon viel ableiten, nicht auf die Minute genau, aber schon ob wir von 5min oder 5h reden. Das Problem ist halt, die Erfahrung dann in Technik zu pressen. Händisch praktisch nicht machbar weil viel zu komplex, daher probiert man jetzt halt die dolle KI aus und hofft das sie was sinnvolles lernt.

Und ganz spannend: wie soll systemseitig automatisch FRÜHZEITIG erkannt werden, wo der verspätete Fernzug den pünktlichen Nahverkehrszug in die Überholung zwingt, damit danach auch der NV verspätet ist. Da gehört streng konsequent durchgesetzt: pünktliche Züge bleiben pünktlich! Nochmal basta.

Indem das System aus der Erfahrung weiss "für gewöhnlich wird der NV dann da an die Seite müssen, wenn der FV den aktuellen Abstand hat". Aber der NV ist ja eh erstmal Wurst, außer er gehört zur DB. Alle anderen müssten ja erstmal bestellen und bezahlen. Umgekehrt liegen ihre Daten dann auch nicht vor für die KI, wenn sie bei DB FV gebaut wird. Das da also plötzlich ein Güterzug im Weg steht... kann die KI nur aus der Erfahrung dann raten.


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