Achse Deutschland-Mittelmeer im Rheintal (Allgemeines Forum)

naseweiß, Freitag, 09.07.2010, 09:51 (vor 5792 Tagen) @ ITF

Der Zug nach Suedfrankreich ist mit deutschen Fahrgaesten nur sehr schwer wirtschaftlich zu betreiben. Durch die Fuehrung ueber Strasbourg und die Kooperation mit der SNCF kann es jedoch gelingen den Zug mit genuegend innerfranzoesischen Reisenden zu fuellen, damit er wirtschaftlich wird.

Genau. Dass dieser Aspekt hier nicht genannt wurde, wundert mich. Die Züge Frankfurt - Marseille/Montpellier sind in erster Linie nicht internationale, sondern nationale Züge zur Verbindung Provence - Provence, wobei die eine Seite ganz klar das Elsass ist. Die weitere Verlängerung nach Karlsruhe, Mannheim, Frankfurt ist sicher der Auslastung förderlich aber nicht grundsätzlich nötig. Dementsprechend werden auch erstmal nur 2 von 6 Zugpaare täglich ab/bis Deutschland (= Frankfurt) fahren.

Übrigens muss man in der ersten Stufe der LGV Rhin-Rhone (ab Dez. 2011, Strasbourg - Lyon min. 03:40) in Mulhouse und Strasbourg Kopf machen, wenige Züge sogar noch in Dyon. Auf jeden Fall gibt es auch eine Reihe von Ziwschenhalten und somit überhaupt keine typisch-französisch-super-schnellen Nonstop-Züge. Mulhouse - Karlsruhe könnte im Vergleich dazu über Freiburg gerade noch schneller sein, da zweimal (für TGV) aufwendiges Kopfmachen entfällt.

Für eine kleine, zweite Stufe (ab Dez 2012, Strasbourg - Lyon min. 03:15) wird eine Gegenkurve Mulhouse gebaut. Es wird wenige (1 oder 2) Zugpaare mit wenigeren Halten, so auch ohne das doch relativ große Mulhouse, geben. Die wenigeren Halte (neben sowieso Mulhouse wegen Gegenkurve) sind meine Vermutung, da die Gegenkruve allein nicht 25 min einsparen kann. Erst in einer dritten Stufe mit Vervollstädigung des Ostastes wird es eine direktere Umfahrung nordwestlich an Mulhouse vorbei geben, dann Lyon-Strasbourg in 02:50. Dann wäre auch der Weg über Mulhouse und Freiburg, selbst bei ausgebauter Rheintalbahn, länger und langsamer, da man Mulhouse - Müllheim sowieso unausgebaut bleibt. Als letzte Möglichkeit (202X?) für die Beschleunigung der Achse gibt es dann noch den möglichen Südast in der Bourgogne.

Da wir aber den Bereich Rheintal reden, würde ich lieber noch mal die Version Wintersdorfer Brücke statt des Übergangs Kehl ins Gespräch bringen. ;)

Gruß, naseweiß


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