Blödes Totschlagargument (Allgemeines Forum)

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 19.12.2024, 10:51 (vor 625 Tagen) @ zettelbox
bearbeitet von Alibizugpaar, Donnerstag, 19.12.2024, 10:54

Gewissermaßen stimmt es aber schon. Läuft eine Person in den Zug ist das ein schwerer Unfall wie Hirsch läuft ins Auto. Kann keiner was für.

Die Eisenbahn kann nicht alle Lebensunwägbarkeiten abfedern. Nur früher gab es noch gereinigte beheizte Wartesäle in größeren Bahnhöfen. Und eine Bahnsteigaufsicht mit roter Mütze für Fragen rund um die Uhr. Wo kann man sich heute noch nachts halbwegs angenehm hinsetzen? Irgendwas, wo man mal zwei, drei Stunden bis zum ersten Frühzug warten kann? Ja, es gab noch die Bahnpolizei, die sich nachts in Wartesälen Fahrkarten zeigen ließen und Vagabunden vertrieben haben.

Bahnhöfe sind doch heute bis auf den Bahnsteigzugang alle verriegelt. Service nur von 6:30 bis vielleicht 21 Uhr. Mit wenigen Sitzmöglichkeiten am besten mit kaltem Durchzug.

Wo soll man hin, wenn spät abends der Nachtzug mal wieder länger auf sich warten lässt? Wo man sich so verfügbar und bereit halten soll, wenn sich die Verspätung plötzlich doch auf zwei Stunden reduziert und dann ist mein Liegewagen auf einmal da.

Muß nicht immer Hotel sein. Aber ein gepflegter Wartebereich mit Getränkeautomaten, angenehmem Licht, zwei WC und Echtzeitinformationen über Bildschirm und Durchsage "Ihr verspäteter NJ läuft in ca. 15 Minuten ein. Bitte begeben sie sich auf den Bahnsteig." Ein Wartebereich in Göttingen mit vielleicht 60 Plätzen. In Hannover natürlich mehr.

Für die Renovierung von Lounges werden Millionen ausgegeben. (Die sind spät allerdings auch zu.) Mal angenehme Wartebereiche für Jedermann schaffen.

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797


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