NV mit 160 km/h auf der Südbahn ab Ende 2025 oder 2026? (Allgemeines Forum)

BodoSüd, Ravensburg, Sonntag, 25.02.2024, 15:16 (vor 930 Tagen) @ Holger2

Es ist ja nicht die gesamte Strecke auf 160km/h ausgebaut worden, sondern nur ein paar Teile, welche schliecht durch den Diesel auf 140km/h beschänkt waren. Der Ausbau hieß bis zu 160 km/h, nach dem Motto was ist billig umzusetzen. Ulm bis Erbach wurde teilweise von 130 auf 140 erhöht, obwohl auch hier meist 160 oder 150 möglich wären, aber ich meinte der Grund der Beschränkung liegt paradoxerweise im Hobbyflugplatzbetrieb daneben, oder gar Militär?. Das schnurrgerade Stück Erbach - Warthausen (kurz vor Biberach), dort sind 160 km/h, möglich wären dort auch 250 km/h, wenn die verbliebenen 5 Bahnübergänge geschlossen wurden und eben ETCS als Zugsicherung eingesetzt wurden, aber auch hier hat man wohl wegen der Statik sich dazu entschieden die 160 km/h erst nach den 2 Flußbrücken zu genehmigen. Zwischen Biberach und Aulendorf, wechselt dann die Geschwindigkeit zwischen 160, 150, 140 nahezu jeden Kilomter, dazu noch eine Kurve mit 130 km/h, was die wenigsten Fahrzeuge Züge ausnutzen und deshalb einfach immer 140 km/h fahren oder weniger, weil es sich nicht lohnt, für 1 km 150 km/h zu fahren, um dann gleich wieder auf 140 km/h abzubremsen. Aulendorf - Mochenwangen, der Schussentobel erlaubt meist nur 120, 110, 100, erst wenn man sich dann langsam aus dem Wald heraus, nach Durlesbach, geht es auf 140 km/h. Im Schussental ab Mochenwangen bis kurz vor Ravensburg sind dann wiederum 160 km/h möglich. Ravensburg - Friedrichshafen, bis Oberzell 160, danach 140, 150, im Wechsel, der Bogen in Kehlen mit 130, danach wieder 160 km/h möglich. Auch hier wird meist eher nach Friedrichshafen die 160 km/h vor Friedrichshafen benutzt, während auf dem Weg nach Ulm, die 160 km/h ab Oberzell teilweise benutzt wird, aber nicht den Abschnitt ab Friedrichshafen, weil es sich meist nicht lohnt wegen der Beschleunigung der Züge man erreicht aus dem Stand, bis zu dem Zeitpunkt wo man schnell fahren kann, gar nicht die 160 km/h, also lässt man es bleiben.

Was den Fernverkehr angeht, da sind halt die Wahlversprechen seitens der Grünen, wie auch der FDP vor Ort und Co etwas im Sande verlaufen. Ja das Paradoxe in BW setzte sich selbst die Porsche Partei FDP für die Bahn ein, jedoch nicht auf Bundesebene, bzw. der Arm ist viel zu schwach. Aber auch die Grünen geht die Bahn, der Zugverkehr am Allerwerteten vorbei, ebenso leider. Es gibt bisher eben keine Ausschreibung, es wurde kein Grundtakt für den Fernverkehr, durch den Bund vorgegeben. Keine Quersubventionierung, bisher kein flächendeckender Fernverkehr in Deutschland vorgesehen ist. Denn mit Endbahnhof Friedrichshafen, ähnlich wie Konstanz, will man eben keine mehrer Züge am Tag anbieten, außer eben ein paar Alibizüge, aber eben keinen Zwei oder zumindest Vierstundentakt, was juckt in Berlin den Süden, für Berliner hört der Süden in Stuttgart und München auf, Deutschland darunter existiert nicht, laut der Berliner Politik. Aber so geht es den meisten Grenzregion, leider, in Deutschland.

Und für andere Endziele, hat man eben Bauwerke vergessen, bzw. war zu geizig sie zu bauen, insbesondere die Ausbau Pläne der 90er waren ganz andere, als das was man jetzt realisiert hat. Stichwort, fehlende Zweigleisigkeit Gürtelbahn Friedrichsafen - Lindau, die Kurve Südbahn - Lindau, um ohne Richtungswechsel nach Österreich, Schweiz zu kommen. Ebenso fehlt mittlerweile wohl auch die Oberleitung Friedrichshafen - Radolfszell. Daher die nähere Zukunft sieht wohl nicht rosig aus, eher sehr pesimistisch.

Ich bezweifle mittlerweile sogar, ob ich je einen 2 Stundentakt Fernverkehr wieder erleben werde, wie man ihn einst mit dem IR hatte, bis zum meinem Tode. Ich sehe leider nur noch tief schwarz für die Zukunft. Berlin, der Bund interessiert sich nicht für die Schiene, für Grenzüberschreitenden Verkehr, gleich 10 mal nicht.

Etwas Hoffnung sehe ich, dass man in Vorarlberg wohl die nächsten 20 Jahren, die Strecke Lindau - Bregenz, wie auch Riedenburg - St. Margerthen zweigleisig ausbauen will, Bregenz - Feldkirch teilweise sogar 3 und 4 gleisig. Auch könnte in 20 Jahren, die Strecke Friedrichshafen - Radolfszell elektrifiziert sein, wie auch vielleicht die Kurve bei Friedrichshafen oder zumindest mehr Zweigleisigkeit, zwischen Friedrichshafen und Lindau. Das sehe ich halbwegs noch als Realistisch an, wenn dies realisiert ist, dann könnte es vielleicht wieder Fernvekehr geben so ab 2040 und die folge Jahre, vielleicht mit dem Endzielen Feldkirch, St. Gallen, Schaffhausen oder Zürich.


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