Infrastruktur ("Netz") verstaatlichen gegen Machtmissbrauch (Aktueller Betrieb)

sb, Mittwoch, 06.12.2023, 19:28 (vor 899 Tagen) @ ICETreffErfurt

DB Netz ist vom GDL-Streik gar nicht groß betroffen. Es ist nicht gerade die Masse an Fahrdienstleitern und Streckendisponenten in der Lokführer-Gewerkschaft. Von daher würde es an der jetzigen Situation nichts ändern.

Private Bahnen wie Abellio, Erfurter Bahn oder Cantus fahren auch beim jetzigen Streik. Auch vor 4 Wochen sind in Thüringen ein großer Teil der Nahverkehrszüge gefahren. Daher schlechtes Argument. ;-)

Es reicht, wenn ein Fahrdienstleiter streikt, der für einen auch "nur" regionalen Bahnknoten zuständig ist: dieser hat die Auswirkung von dutzenden streikenden Triebfahrzeugführern.

Die Bahn-Gewerkschaften – egal ob EVG oder GdL – tragen mit ihrem Machtmissbrauch ebenso zur desolaten Situation des deutschen Bahnverkehrs bei wie die Fehlentscheidungen seitens des Bahn-Managements und der Verkehrspolitik!


Streikrecht ist kein(!) Machtmissbrauch. Es ist ein Arbeitnehmer-Recht, sogar ein vergleichsweise altes.

Doch: Machtmissbrauch gegenüber der Daseinsvorsorge – insbesondere da die GdL auch Fahrdienstleiter streiken lässt. Natürlich ist das legal – aber die GdL kann sich damit nicht mehr darauf berufen, das Bahnsystem attraktiv zu machen.


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