Die Katze beißt sich in den Schwanz! (Allgemeines Forum)

Sanformatiker, Freitag, 24.11.2023, 16:53 (vor 1025 Tagen) @ Der Blaschke

Hallo.

Naja Herrn Weselsky muss eigentlich auch klar sein, dass eine der Kernforderungen für die Bahn schlicht und ergreifend nicht verhandelbar ist und die Bahn sagt das ja auch genau so. Die Reduzierung der Arbeitszeit ist - so sehe ich es - schlicht nicht möglich!


Im Umkehrschluß heißt das: die Eisenbahner, die noch da sind, sollen gefälligst so viel wie zeitlich möglich malochen! Nur: das wollen die gar nicht.

Von soviel wie möglich sind die Bahner mit 38 Stunden die Woche ja schon 10 Stunden weg. In vielen Betrieben - auch mit 24/7-Betrieb und Schichtdienst - ist die 40-Stunden-Woche üblich. Möglich wären im Schnitt 48 Stunden die Woche laut Arbeitszeitgesetz.


Statt wie Herr Seiler und die DB weiter darauf zu setzen, die vorhandenen Personale auszuquetschen bis zum allerletzten Atemzug, ist es dringend geboten, die Arbeitsbedingungen deutlich zu verbessern. 24/7/365 läßt sich nicht abschaffen.

Warum nicht? Am Wochenende und Nachts kein Betrieb ist eine genauso realistische Forderung, wie die Arbeitszeitverkürzung. In gewissen Grenzen ist es sogar die Gleiche: 8,5% der Verkehre müssen nämlich eingespart werden, wenn man von 38 auf 35 Stunden geht.Am besten begraben wir jeden Versuch mehr Verkehr auf die Schiene zu holen.

Dann muss als eine Maßnahme zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen eine Arbeitszeitverkürzung her.

Die wird aber eben nich die 8,5% mehr an geeigneten Bewerbern bringen. Der Bürojob bleibt mit garantiert freien Nächten, Wochenenden und Feiertagen für viele vermutlich auch mit 40 Sunden attraktiver als vorne im Zug Platz zu nehmen. Dier gleiche Herausforderung haben Rettungsdienst und Pflege zum Beispiel auch. Da ist wenigstens der Arbeitsort nicht mobil und man ist nach Feierabend meistens zu Hause. Wir haben Fachkräftemangel, wo sollen mehr Bahner als herkommen, wenn es jetzt schon zu wenig sind? Und der Bahnverkehr soll ja eigentlich auch noch ausgebaut werden.


Weselsky hat in der Sache zu 100% Recht.

Umsetzbar wäre es aber nur mit mehr Automatisierung - sprich langfristig der Abschaffung der Lokführer. Alles andere ist schlicht unrealistisch. Aber das wäre ein Mammut-Projekt, dass Jahrzehnt dauert und Billionen verschlingt.

Aber auf den 35 Stunden zu beharren, heißt die Bahn zerstören wollen.


Nein, die Ablehnung dessen zerstört die Bahn. Weil nix brauchbares mehr nachkommt an Eisenbahnern.

Wird es realistisch betrachtet sowieso nicht: Der Fachkräftemangel ist real und nicht nur bei der Bahn. Die Menschen fehlen in allen Branchen.


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