GDL erklärt Verhandlungen für gescheitert (Allgemeines Forum)

Sanformatiker, Freitag, 24.11.2023, 13:29 (vor 1025 Tagen) @ VT 609

Naja Herrn Weselsky muss eigentlich auch klar sein, dass eine der Kernforderungen für die Bahn schlicht und ergreifend nicht verhandelbar ist und die Bahn sagt das ja auch genau so. Die Reduzierung der Arbeitszeit ist - so sehe ich es - schlicht nicht möglich! Das Kostenargument ist dabei nicht mal entscheidend, aber wir haben jetzt schon nicht genug Menschen, die als Tfz-Führer etc. tätig sind und daher Land auf und Land ab Zugausfälle. Jetzt sollen die aber 8,5% weniger arbeiten, das bedeutet im Umkehrschluss, dass 8,5% weniger Züge fahren können. Woher sollen die Leute denn kommen? Mit 555€ mehr und 3 Stunden weniger, werden die Menschen der Bahn auch nicht die Türen einrennen und sich um Stellen bei der Bahn prügeln. Schon gar nicht in dem Maße, dass man die jetzt schon offenen Stellen plus noch mal 8,5% mehr Belegschaft als Soll-Stellenplan heute zu bekommen.

Realistischer wäre es er würde 8,5% mehr für Schichtarbeiter plus 555€ fordern. Das würde die Bahn zwar auch ablehnen, aber das wäre wenigstens theoretisch machbar. Aber auf den 35 Stunden zu beharren, heißt die Bahn zerstören wollen. Und das Schlimmste ist: Der eigentliche Gegner heißt ja nicht mal Deutsche Bahn sondern EVG.

Ich halte das Streikrecht für ein hohes Gut und will es gar nicht abschaffen, es sollte aber Regelungen geben, dass Unternehmen von öffentlichem Interesse nicht quasi ständig durch reihum streikende konkurrierende Gewerkschaften immer wieder lahm gelegt werden In solchen Fällen sollten wenigstens die Laufzeiten der Tarifverträge synchronisiert werden.


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