Gegenwart, Zukunft, Vergangenheit ... (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 11.12.2022, 12:08 (vor 1259 Tagen) @ Andi99

Hallo.

Die BAHN ist das Problem, nicht ich.

Falsch! Es ist genau andersrum. Die DB sagt schon selbst: bis 2025 werden wir unpünktlich bleiben im FV.

Und ja, damals hatte ich auch schon mal einen "rausgehauen", aber es soll ja nicht als Angriff gegen das Forum verstanden werden, sondern als Unmutäußerung gegenüber der Bahn.

Wenn von DENEN hier keiner mitliest.

Die lesen hier durchaus mit. Aber der Megamoloch Bahn ist gar nicht steuerbar. Und Veränderungen dauern Jahrzehnte. Für einen längeren Zeitraum werden wir mit Baustellen und Verspätungen und Ausfällen leben müssen. Zu viel Züge, zu wenig Reserve im Netz, fehlendes Personal, Unterfinanzierung. Aber man wird bald zwangsweise konsolidieren und gesund schrumpfen. Mangelndes Geld läßt vieles nicht mehr finanzieren. Mangelnder Wohlstand wird dazu die Nachfrage einschränken. Personal fehlt dauerhaft. Es gibt doch schon Berichte über angedachte Streichungen, wenn nicht noch mehr Geld ins System gepumpt wird. Wer aber pumpt? Der Bürger jault schon heute über den Preis. Es wird darauf hinauslaufen, dass man mittelfristig nur noch da fährt, wo es Massen zu transportieren gibt. Schließlich ist die Eisenbahn als Massenverkehrsmittel erfunden worden und auch nur als solches sinnvoll. ÖV in der Fläche und in Klein- und Mittelstädten wird auf on-demand, sprich Anruf-/Bedarfsbus umgestellt. Schlussendlich gibt es auf den dann übriggebliebenen Gleisen etwas mehr Platz. Die Strecken sind saniert. Die Züge relativ neu. Auf den nachfragestarken Rennbahnen wird es dann also flutschen. Dauert aber noch einige Jahrzehnte. Wenn deine Tochter dann Oma ist, wird sie an deinem Grab dich immer bedauern, dass du nie zur Ruhe gekommen bist und die zeitgenössischen Eisenbahnbedingungen deiner Zeit nie akzeptieren konntest. Ein trauriges Schicksal.

...ja...dann können wir's auch seinlassen, richtig.

Wenn du das jetzt verinnerlichst und beherzigst, dann klappt's.

Und was ich um 23 Uhr in Schwedt mache?
Weihnachtsfeier, Essen, WM-Viertelfinale....und sich auf den letzten Zug verlassen.
Und wieder Nix!! Und das ist das, was einfach nicht angehen kann...also nicht, wenn man bereits die Uhr danach stellen kann.

Ähm - ist das nicht eher auch eine Form der Zuverlässigkeit: zu wissen, dass es nicht zuverlässig läuft.

Aber mittlerweile unterbewusst Sorge zu tragen, das mit deinem Zug nachher etwas nicht stimmen könnte...DAS ist ein Problem.

Das ist DEIN Problem. Erfahrene Dauerbahnfahrer haben das längst eingepreist und verinnerlicht. Oder sie sind abgewandert. Für dich nennst du doch sogar die Alternative.

J-C's Romantikgesäusel ist natürlich Mumpitz. Er selbst nutzte mal nachts ein Taxi, weil er nicht auf die Bimmel warten wollte - so viel dann zu den hehren Grundsätzen des vermeintlichen Bahnfreaks.

Schade, dass der andere Forenkollege sich sehr zurückgezogen hat - der könnte rosarot noch seeeehr viel besser.

Und das gab es vorher in dieser Form nicht.

Die Zeiten ändern sich nunmal. Kann man gut finden. Oder auch schlecht.

Früher fuhr hier der Nahverkehr vor allem in Nebenzeiten von vornherein eher selten oder auch gar nicht. Das aber einigermaßen zuverlässig. Heute gibt's ein theoretisch dichtes Angebot - wo aber regelmäßig ein Teil davon ausfällt. Ist also sozusagen nicht schlechter als früher - nur eben anders.

Und rosarote Wochen gab es früher beim Preis! Mit einem Elefanten als Maskottchen! In rosarot. Das heute: da würden die militärischen Ökos aber gleich wieder Alarm geben. Heute gibt's nur noch einen blauen Elefanten. Aber den hat ein Schweizer erfunden; ist also okay.

https://blauerelefant.ch/geschichte-und-werte.html


Schöne Grüße von jörg


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