Dazu auch: Pendlerbericht S-Bahn Hannover. (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 11.12.2022, 06:55 (vor 1260 Tagen) @ Andi99

Hey.

Der Ortsbürgermeister von Weetzen pendelt von da nach Minden und führte mal Buch.

An 13 von 63 Tagen klappten die Dinge reibungslos.

Auf dem Hinweg insgesamt 1.157 Verspätungsminuten. Auf dem Rückweg 996 Minuten.

Ergibt knapp 36 Stunden. Also im Schnitt etwas über 30 Minuten täglich.

Weitere Kritikpunkte: Personal sehe man selten. Die S 1 wende aus Weetzen kommend regelmäßig vorzeitig in Bantorf zwecks pünktlicher Rückfahrt.

Folge all dessen: Mitpendler seien abgewandert.

In einem offenen Brief hat er nun sein Leid beklagt.

https://www.con-nect.de/ronnenberg/nachricht/offener-brief-immer-aerger-mit-transdev-ei...

Ich staune. An 13 von 63 Tagen klappte es morgens und abends: eine so gute Quote hätte ich gar nicht erwartet bei einer Verbindung mit Umstieg in Haste. Wer den Schwachsinn dort mit Gleis 31 je erbaut hat, der wollte keine Umsteiger.

Und warum fährt der Herr nicht von vornherein 'andersrum' über Hannover? Ist zwar etwas teurer, dauert aber nur 17 Minuten länger und ist dazu komfortabel umstiegsfrei. Die 30 täglichen Mehrminuten sind dann quasi planmäßig planbar.

Da kann ich in Summe nur sagen: selbst schuld. Wer es nicht verstanden hat, dass der Deutschlandtakt der größte Irrsinn aller Zeiten ist und eine erstklassige Fördermaßnahme für den Straßenverkehr, dem ist nicht zu helfen. Das Netz ist viel zu groß, zu komplex und zu hoch belastet, als dass es auch nur ansatzweise zuverlässigen Betrieb zulässt. Das ist so und damit muss man entweder leben und seinen Frieden schließen und es einpreisen und einplanen ins Leben oder sich ständig aufregen und früher sterben. Oder das Auto nehmen und sich da aufregen. Oder auswandern: das ist ja vom Grundsatz erlaubt. In ein Land, wo im ÖV alles besser ist. Im Prinzip also überall. Alternativ sucht man sich einen neuen Job oder zieht um. Ich habe mein Leben lang noch nicht gependelt - Ausnahme: ein halbes Jahr lang Osnabrück Rheine; das aber nur eine Woche mit dem ÖV -, und werde das auch nie. Warum arbeitet man seit 22 Jahren (!) in Minden und wohnt in Weetzen: DAS ist die Frage, die gestellt werden müßte.


13 von 63 Tagen - wow; das macht ja richtig Hoffnung, wenn wir da nächstes Jahr wieder befragen sollen.


Schöne Grüße von jörg


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