SFS Düren-Aachen (Allgemeines Forum)

MC_Hans, 8001376, Sonntag, 04.12.2022, 17:37 (vor 1222 Tagen) @ LukasB
bearbeitet von MC_Hans, Sonntag, 04.12.2022, 17:39

Der Großteil des Fahrzeitpotenzials auf der Verbindung Köln-Brüssel/Paris wird zwischen Düren und Deutscher Grenze verschenkt, da man es hier immer noch nicht hinbekommen hat eine ernsthafte SFS zu errichten, bzw. auch nur zu planen.

Ich bin vor ein paar Jahren mehrmals beruflich im FV von Köln nach Aachen unterwegs gewesen, seitdem nicht mehr. Der Geschwindigkeitseinbruch ab Merzenich ist schon auffallend. Der Fernverkehr (meist ins Ausland, aber nicht nur) muss hier bummeln.

Betrachten wir mal einen Neubau zwischen Merzenich und Eilendorf entlang A4 und A44, ähnlich wie in diesem Vorschlag auf Linie Plus: https://linieplus.de/proposal/sfs-koeln-dueren-aachen-belgien/

Im Vergleich zum Bestand bleibt die Streckenlänge ungefähr gleich (ca. 30 km neue SFS).

Bei der Fahrzeitenberechnung Köln Hbf - Aachen Hbf gelangt man zu folgenden Ergebnis:

          heute            mit SFS
RE        54 min           40 min
ICE       36 min           28 min

Annahmen: Strecken-vmax 250 km/h, NV-vmax 190 km/h, im NV kein Halt zwischen Aachen Hbf und Horrem, 10 % Puffer

Für den (internationalen) Fernverkehr wird eine Beschleunigung auf unter Kantenzeit 30 min erreicht. Allerdings ist zu sagen, dass ein Aus- oder Neubau ab Düren in Richtung Grenze eben auch einen nationalen Nutzen entfalten muss. Dieser wäre nur gegeben, wenn ein schneller NV etabliert werden kann, da die Strecke im nationalen FV zu wenig Bedeutung hat. Dies ist mit spitzer Feder zu rechnen, da ein Neubau immerhin bei ca. 1,5 bis 2 Mrd € liegen würde.

Die Differenz von ca. 15 Minuten für den NV kommt den Pendlern Aachen-Köln zugute. Es werden neue Fahrzeuge benötigt. Mit nur zwei Unterwegshalten haben die Verkehre dann FV-Charakter. Im Vergleich zum FV werden aber 12 min mehr benötigt und es wird keine "richtige" Kantenzeit erreicht. Ob die Besteller einen solchen RE finanzieren können und wollen, muss sich zeigen. Der München-Nürnberg-Express kann hier Vorbild stehen. Ein langsamer RE wird nicht ersetzt.

Eine Anbindung von Düren wäre ebenso in Hinsicht auf Kosten/Nutzen zu prüfen. Ebenso die Variation der Strecken-vmax auf zwischen 200 km/h und 300 km/h. Beides habe ich hier nicht betrachtet.

Kommentare, Anmerkungen, Fragen immer gerne.


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