Steuerzahlerbund zum 9-Euro-Ticket: "am Ziel vorbei" (Allgemeines Forum)

Barzahlung, Mittwoch, 20.07.2022, 16:39 (vor 1359 Tagen) @ agw

Zum Hintergrund: Der Bund zahlt den Ländern für diese Aktion 2,5 Mrd. Euro. Diese Milliardensumme ist teilweise durch Schulden finanziert und wird somit vom Steuerzahler – aktuell und künftig – zu erwirtschaften sein. Rein rechnerisch sind dies – vom Kleinkind bis zum Greis – rund 30 Euro, die der Bundeszuschuss jeden Bürger kostet; also rund 10 Euro pro Aktions-Monat.


Hm... demnach wuerde also kostenloser OePNV nichtmals 19 Euro pro Person und Monat mehr kosten. Und da jammern die immer rum, das waere so unendlich teuer. Und ja, kostenlosen OePNV wuerden natuerlich alle zahlen, auch die, die ihn nicht nutzen. Wie ja bei vielem anderen auch.


Das ist ja das Solidar-/Semesterticketprinzip.

Und der Name ist hier auch Programm!
Friederike (18), die sich entschieden hat, am Studienort eine Wohnung zu mieten, dafür nebenbei arbeiten geht und mit dem Fahrrad zur Uni fährt, darf Pascal (22), der noch bei seinen Eltern wohnt und auch vom "Beruf" Student ist, das Pendeln mit der Bahn finanzieren.

Sehr solidarisch, was dem Pascal hier widerfährt. Nur Friederike hat halt einfach Pech gehabt.

Und ja, gegenüber anderen (Sonder-)ausgaben wäre der kostenlose ÖPNV eher günstig zu haben.

Nein, ist er nicht. Der ist ja nicht mal nutzerfinanziert auch nur annähernd kostendeckend unterwegs.

Was ihr wollt ist mehr Umverteilung von reich nach arm.
Sowas sollte aber nicht über Tarifmaßnahmen im ÖPNV erfolgen. Dafür könnte man auch einfach jedem Bürger ein "Mobilitätsgeld" zahlen und der Bürger kann dann selber frei entscheiden, ob er sich davon ein nutzloses ÖPNV-Ticket kaufen will oder doch lieber mit dem Fahrrad fährt.


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