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Der Blaschke, Mittwoch, 09.06.2021, 12:40 (vor 7 Tagen) @ heinz11
bearbeitet von Der Blaschke, Mittwoch, 09.06.2021, 12:43

Hey.

Ergo wird der Kampf zwischen den Gewerkschaften um die Vorherrschaft, und das ist der Kern der Auseinandersetzungen (...) Für die Lokführer ist bei dieser Taktik dabei einiges herausgesprungen, und das sei Ihnen auch gegönnt.

SO IST ES!!!!!!!!

Und auch, wenn mich die Streikausfälle vermutlich wieder Hunderte Euro 'kosten' werden, unterstütze ich die GDL ausdrücklich. Gewerkschaften haben für die Arbeiter dazusein und nicht als 'Co-Manager' der Plüschetage.

Aber damit läßt sich das eigentliche Ziel gut verbrämen. Das heißt Machterhalt für die Person des GDL-Chefs und die Machterringung von der EVG für die Gewerkschaft.

Das nennt sich Wettbewerb. Und ist was Gutes.

Der eigentliche Skandal ist, dass der Gesetzgeber meint, arbeitgebergehorsam quasi vorab Regelungen zu schaffen, die Arbeitnehmerrechte ausbremsen sollen.

Lass doch die Lokführer und die Eisenbahner entscheiden, von wem sie vertreten werden wollen. Von den Weichspülern oder doch eher von einer richtigen Gewerkschaft.

Und der Wettbewerb müßte sogar noch weitergehen: wer sich ggü dem AG zu einer Gewerkschaft 'bekennt', bekommt den jeweiligen Tarif. Wer nicht, bekommt jeweils die für den Arbeitnehmer ungünstige Regelung. So dass Arbeitnehmer Farbe bekennen müssen und auch mal offen für ihre Belange einstehen müssen. Und sich nicht, wie heute so oft, wegducken; lass andere den Kopf hinhalten (Betriebsräte, Gewerkschaften etc), während man selbst nur profitieren will.

Der Macht des Arbeitgebers in Verbundenheit mit dem Gesetzgeber muss eine ebensolche Macht der Arbeiterschaft gegenüber stehen.

Persönlich würde ich das ganze System übrigens reformieren: Betriebsräte müssen eingerichtet werden; es gibt eine Pflicht. Und die Hoheit über Lohmverhandlungen geht auf die Betriebsräte über. Die Gewerkschaften dienen als Unterstützung und als Servicestelle. Wo alle Tarifverträge zusammen laufen und wo die Gewerkschaft die Betriebsräte allgemein über andere Tarifverträge informiert. 'Flucht des Arbeitgebers aus dem Flächen-TV' hat sich mangels Flächen-TV erledigt. Jeder Betriebsbeschäftigte wird so gezwungen, aktiv mitzuwirken an Einkommensverbesserungen. Denn sein zuständiger Betriebsrat kann nur so gut sein wie die hinter ihm stehende Belegschaft. Und da Betriebsräte gesetzlicher Zwang ist, ist es der Abschluss einer Vereinbarung zwischen AG und AN ebenfalls. So wird die Entscheidung vor Ort getroffen - mit Gewerkschaften, die die Dinge bündeln, die informieren und die gemeinsame Aktionen von gewerkschaftlichen Betriebsräten organisieren und initiieren.

Wenn dann eine Belegschaft gerne nicht so viel verdienen möchte und dem Arbeitgeber noch mehr Geld gönnt, ist dss ihr gutes Recht. Wer kämpferischer ist, kann dann mehr Erfolg haben.

Schöne Grüße von jörg


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